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Protest gegen AusschaffungenZwei Organisatorinnen müssen büssen

Das Regionalgericht Bern verurteilt zwei Aktivistinnen wegen der Blockade des Jail-Trains zu Geldstrafen. Fünf weitere Beteiligte werden freigesprochen.

Mit dem Jail-Train werden Häftlinge auf der Schiene transportiert.
Mit dem Jail-Train werden Häftlinge auf der Schiene transportiert.
Foto: Sabina Bobst

Es war eine kleine Gruppe, die Anfang Dezember 2018 jenes Gebäude blockierte, in welchem am Güterbahnhof Bern Häftlinge in den Gefängniszug verladen werden. Knapp drei Stunden dauerte die Aktion. Die jungen Frauen und Männer wollten auf das aus ihrer Sicht unmenschliche Ausschaffungsprozedere aufmerksam machen.

Das mediale Echo am Tag der Bundesratswahl war klein, die strafrechtlichen Konsequenzen waren gross. Die Staatsanwaltschaft verurteilte acht Personen, unabhängig von ihren Rollen bei der Blockade, wegen Nötigung zu bedingten Geldstrafen von 60 Tagessätzen und Bussen. Sieben Aktivistinnen und Aktivisten reichten eine Beschwerde gegen den Strafbefehl ein, weshalb sich das Regionalgericht Bern-Mittelland mit der Aktion beschäftigen musste.

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