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«Ein Polizist verlor nach einem gezielten Angriff das Gehör»

Eine 19-Jährige verlor nach einem Gummigeschosseinsatz der Polizei an der Winterthurer Tanzdemo fast ein Auge. Laut Polizeivorsteherin Barbara Günthard-Maier (FDP) sind auch Polizisten schwer verletzt worden.

Stadträtin Barbara Günthard-Maier (FDP) ist die politische Verantwortliche für die Stadtpolizei Winterthur und verteidigt deren umstrittenen Einsatz an der unbewilligten «Tanz dich frei»-Demonstration vom 21. September. Zudem macht sie darauf aufmerksam, dass nicht nur Demonstranten verletzt wurden, sondern auch Polizisten. Ein junger Polizist wurde durch eine Petarde derart schwer verletzt, dass auf einem Ohr ein kompletter Hörverlust droht.
Stadträtin Barbara Günthard-Maier (FDP) ist die politische Verantwortliche für die Stadtpolizei Winterthur und verteidigt deren umstrittenen Einsatz an der unbewilligten «Tanz dich frei»-Demonstration vom 21. September. Zudem macht sie darauf aufmerksam, dass nicht nur Demonstranten verletzt wurden, sondern auch Polizisten. Ein junger Polizist wurde durch eine Petarde derart schwer verletzt, dass auf einem Ohr ein kompletter Hörverlust droht.
PD
Wurde von einem Gummigeschoss im Auge getroffen, als sie sich in Sicherheit bringen wollte: die 19-jährige Winterthurer Demonstrantin Angela D. Sie musste notoperiert werden, ihr rechtes Auge sieht nur noch zu 16 Prozent.
Wurde von einem Gummigeschoss im Auge getroffen, als sie sich in Sicherheit bringen wollte: die 19-jährige Winterthurer Demonstrantin Angela D. Sie musste notoperiert werden, ihr rechtes Auge sieht nur noch zu 16 Prozent.
Screenshot SRF
Unter den elf Verletzten befanden sich drei Polizisten.
Unter den elf Verletzten befanden sich drei Polizisten.
Manuel Lopez
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Frau Günthard-Maier, anderthalb Wochen nach der Tanzdemo ist publik geworden, dass eine 19-Jährige von einem Gummigeschoss der Polizei am Auge getroffen wurde. Das Auge konnte nur durch eine Notoperation gerettet werden, die Sehkraft sank auf 16 Prozent. Der Stadtrat hatte den Polizeieinsatz in einer Stellungnahme als «notwendig und zielführend» bezeichnet und der Polizei für den «professionellen Einsatz» gedankt. Stehen Sie immer noch zu dieser Aussage?

Tatsächlich hatte die Stadtpolizei seit diesem Montag konkretere Hinweise, wonach anlässlich der unbewilligten «Tanz dich frei»-Demonstration eine Person an einem Auge verletzt wurde, und konnte mit der betroffenen Person Kontakt aufnehmen. Ich bedauere, dass diese junge Frau verletzt worden ist. Details, wie es zur Verletzung kommen konnte, sind noch nicht bekannt. Dies ist Gegenstand von Abklärungen. Ich muss leider in Erinnerung rufen: Im Vorfeld der Veranstaltung wurde offen und unverhohlen zu Gewalt aufgerufen, vor Ort selber war die Gewaltbereitschaft gross. Ich war an diesem Abend vor Ort und habe mir ein Bild davon gemacht. Was ich da an Gewaltanwendung gesehen habe, hat mich tief erschüttert. Angesichts der grossen Gewaltbereitschaft war ein entschiedenes Eingreifen der Polizei leider unumgänglich.

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