Zum Hauptinhalt springen

«Man darf sich vom Wetter nicht zu stark beeinflussen lassen»

An einem nasskalten Züri-Marathon läuft bei den Frauen Maja Neuenschwander als zweite durchs Ziel und schafft den Sprung nach London. Christian Kreienbühl wird hinter zehn Afrikanern Elfter.

Hat Grund zur Freude: Die Bernerin Maja Neuenschwander strahlt nach der Unterbietung der Olympia-Limite im Zielraum beim Zürich Marathon. (22. April 2012)
Hat Grund zur Freude: Die Bernerin Maja Neuenschwander strahlt nach der Unterbietung der Olympia-Limite im Zielraum beim Zürich Marathon. (22. April 2012)
Keystone
Motiviert trotz strömendem Regen: Marathonteilnehmer rennen Zürich Marathon. (22. April 2012)
Motiviert trotz strömendem Regen: Marathonteilnehmer rennen Zürich Marathon. (22. April 2012)
Keystone
Holte bei den Elite Frauen den ersten Platz: Die Aethiopierin Workenesh Tola am Zürich Marathon. (22. April 2012)
Holte bei den Elite Frauen den ersten Platz: Die Aethiopierin Workenesh Tola am Zürich Marathon. (22. April 2012)
Keystone
1 / 5

Maja Neuenschwander hat am 10. Zürich-Marathon die Limite für die Olympischen Spiele in London unterboten. Mit 2:31:56 blieb die 32-jährige Bernerin um 64 Sekunden unter dem geforderten Wert.

Neuenschwander verbesserte ihre Bestzeit über 42,195 km, aufgestellt im vergangenen September am Marathon in Berlin, gleich um 1:49 Minuten. Diese Leistung ist umso höher einzustufen, als es windete, regnete und kalt war. Die Athletin des ST Bern musste sich nur um 33 Sekunden der Äthiopierin Workenesh Tola (2:31:23) geschlagen geben - die Olympia-Teilnehmerin von 2004 im Marathon weist eine Bestleistung von 2:25:27 auf. Von den Männern waren bloss 22 schneller.

«Ich wusste, dass ich in Form bin»

Den zweiten Schweizer Meistertitel nach 2008 sicherte sich Neuenschwander souverän; sie nahm Jasmine Nunige (Davos Platz), 1994 Olympia-Teilnehmerin im Langlauf, mehr als zwölfeinhalb Minuten ab. Bronze gewann Olivia Kurtz (St. Gallen). Bei den Männern hätte sie knapp hinter ihren Tempomachern Stephen Staehli und Thomas Mullis Rang 8 belegt.

Neuenschwander wird im Sommer erstmals an Olympischen Spielen dabei sein. Bislang nahm sie ausserhalb des Cross erst an einem Grossanlass teil, an den Europameisterschaften 2010 in Barcelona, wo sie 27. wurde. «Ich bin glücklich. Mir fehlen die Worte...», so ihre erste Reaktion nach dem Zieleinlauf. «Man darf sich vom Wetter nicht zu stark beeinflussen lassen. Ich wusste, dass ich in Form bin.»

Die einstige Mittelstrecklerin läuft erst seit 2006 Marathon, in Zürich startete sie zum 12. Mal auf dieser Strecke. Betreut wird sie von Sandra Gasser, der früheren Topläuferin über 800 und 1500 m. Trotz des hohen Trainingsumfangs, bis zu 200 km pro Woche, arbeitet sie derzeit zu 70 Prozent als Gymnasiallehrerin. Sie wird das Pensum jedoch reduzieren.

Kreienbühl elfter

Bei den Männern siegte in 2:10:57 der 28-jährige Kenianer Franklin Chepkwony aus der Läufer-Hochburg Eldoret, der erst seinen zweiten Marathon bestritt. Schweizer Meister wurde erstmals Christian Kreienbühl, der im Gesamtklassement hinter zehn Afrikanern Platz 11 belegte.

Der Zürcher Oberländer war im vergangenen Jahr nicht weniger als viermal SM-Zweiter geworden. Silber holte Patrick Wieser (Aadorf), einst Schweizer Meister im Halbmarathon und im Waffenlauf, vor Adrian Marti (Rapperswil SG). Der 42-jährige Tarcis Ançay, in den letzten vier Jahren Sieger im nationalen Championat, gab das Rennen auf. Er war allerdings lediglich als Tempomacher angetreten - unter anderen für Kreienbühl.

si/rub

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch