Zum Hauptinhalt springen

«Ich muss mich nicht als Chefin aufspielen»

Claudia Cuche-Curti ist die erste Stadtschreiberin Zürichs. Als spezielle Ehre empfindet sie das nicht.

Claudia Cuche-Curti steht mit verschränkten Armen in ihrem Büro im zweiten Stock des Stadthauses und schaut aufs Grossmünster hinüber. Viele Bürolisten würden sie um die direkte Sicht auf das Zürcher Wahrzeichen beneiden. Beneidenswert sind auch die Ordnung und Sauberkeit, die man beim ersten Betreten des Büros feststellt. Doch das täusche, sagt die 52-Jährige. Immer wenn die wöchentliche Stadtratssitzung näherrücke, könne der Papierberg auf ihrem Tisch so schnell anschwellen wie ein Tsunami.

Claudia Cuche-Curti heisst die neue Stadtschreiberin, die seit dem 1. März im Amt ist und den zurückgetretenen André Kuy abgelöst hat. Die Juristin mit Doktortitel ist die 16. Person in dem Amt, das es seit über 200 Jahren gibt, und gleichzeitig die erste Frau, die diesen Posten bekleidet. Das sei für sie kein spezielles Gefühl, erklärt sie. «Irgendwann gibt es in jedem Amt eine erste Frau. Bei gewissen Stellen dauert es einfach länger.»

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.