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Gute Badesaison trotz Regenwetter

Überzogener Himmel hin, Wolkenbrüche her – die Stadtzürcher Freibäder haben dieses Jahr bisher so viele Eintritte verkauft wie kaum je in den vergangenen Jahren. Aus einem simplen Grund.

Im Juli musste angemessen ausgerüstet sein, wer schwimmen gehen wollte: Badegast am Zürichsee.
Im Juli musste angemessen ausgerüstet sein, wer schwimmen gehen wollte: Badegast am Zürichsee.
David Adair, Reuters

Patrick Müller ist ein erstaunlich gut gelaunter Mann in diesen Tagen. Erstaunlich deshalb, weil er der Leiter der Zürcher Badeanlagen ist, in einer Stadt also, die diesen Juli nicht einmal auf drei Viertel der üblichen Sonnenstunden kam. Stattdessen prasselte es auf die Dächer: Es fiel ein Drittel mehr Regen, als es in den vergangenen Jahren die Regel war.

Trotzdem sagt Müller: «Die Situation ist für uns gar nicht so schlimm – sofern man den Juli nicht isoliert betrachtet, sondern die ganze Saison anschaut.» Tatsächlich haben die städtischen Freibäder mehr Eintritte verzeichnet, als es in vergangenen Jahren zum gleichen Zeitpunkt meist der Fall war: Fast 850'000 waren es per Ende Juli. Nur letztes Jahr registrierte man mit über einer Million noch 20 Prozent mehr, in den Jahren davor hingegen bis zu 25 Prozent weniger.

Der Tag, der alle Rekorde brach

Grund für die positive Zwischenbilanz ist der heisse Juni, für die Zürcher Badis der lukrativste seit Beginn der Erhebungen. Der Pfingstmontag bescherte ihnen sogar einen absoluten Besucherrekord: 70'000 Zürcher passierten an jenem Tag ein Drehkreuz oder besuchten eine der Gratisbadis. Rechnet man all jene hinzu, die irgendwo sonst in den See sprangen, dürfte sich an jenem Tag ein Viertel der Stadtbevölkerung im Wasser getummelt haben.

Auch den Wassertemperaturen merkt man das schlechte Juliwetter kaum an – nicht einmal in den natürlichen Gewässern. Der Zürichsee war laut den Messungen des kantonalen Amts für Abfall, Wasser, Energie und Luft im letzten Monat durchschnittlich 21,5 Grad warm, was genau im Mittel der vergangenen Jahre liegt. Die Temperatur der Limmat lag ein Grad unter dem Wert der vergangenen Jahre.

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