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Er will Zürich ein Geschenk geben – sich selber

Er ist populär, er polarisiert, er will: Was FDP-Nationalrat Filippo Leutenegger als Stadtrat bringen würde, und was seine Kritiker über ihn sagen.

Der Rastlose: Filippo Leutenegger auf seiner geliebten Vespa.
Der Rastlose: Filippo Leutenegger auf seiner geliebten Vespa.
Sophie Stieger

Zürich – Er sei ein «fröhlicher Choleriker», sagte er schon früher über sich, der es am liebsten hat, wenn andere seine Selbstwahrnehmungen übernehmen. Die Beschreibung stimmt in beiden Teilen, aber nicht zur gleichen Zeit. Wenn Filippo Leutenegger fröhlich zumute ist, an einem Fest zum Beispiel, wenn der Rotwein die Konflikte rundet, wenn er über eine politische Position diskutiert oder von seiner Familie redet, strahlt er italienische Herzlichkeit aus, versprüht Humor und Charme, kann sogar zu Selbstironie fähig sein. Läuft es nicht gut für ihn, fühlt er sich missverstanden oder blossgestellt, verdunstet die Fröhlichkeit sofort, und es steigt heisse Wut in ihm auf, die Heftigkeit eines Verletzten, der in diesem Zustand kaum mehr Kritik gelten lässt und wenig Distanz zu sich selber hat.

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