«Ich wünschte mir, die Zürcher hätten weniger Angst»

Kurt Aeschbacher ist von Bern weggezogen, um in Zürich und Südfrankreich zu leben. Der prominente Moderator sagt im ersten Teil der Serie «Promi-Züri», weshalb er den Zürchern mehr Mut wünscht.

Pendelt zwischen Zürich und Südfrankreich und hat eine Bar im Kreis 5: Kurt Aeschbacher, der Moderator und Produzent der gleichnamigen Talkshow am Bahnhof Stadelhofen.

Pendelt zwischen Zürich und Südfrankreich und hat eine Bar im Kreis 5: Kurt Aeschbacher, der Moderator und Produzent der gleichnamigen Talkshow am Bahnhof Stadelhofen.

(Bild: ZVG)

Wo trifft man Sie an, wenn Sie in Zürich sind? Nun, da meine Wohnung auch mein Büro ist, verbringe ich die meiste Zeit zu Hause. Ich geniesse das Privileg, mitten in der Stadt Zürich vor meinem Fenster Schafe grasen zu sehen und zwischendrin einem Specht zuzuschauen, der energisch den Stamm unserer Platane im Garten bearbeitet.

Wenn Sie etwas an Zürich verändern könnten, was wäre das? Ich wünschte mir, die Behörden und Stimmbürger hätten mehr Mut zu grosszügigen Lösungen. Mehr Mut zu innovativer Architektur und weniger Angst vor dem grossen Wurf. Denn weshalb sollten nicht auch in Zürich Gebäude wie das KKL in Luzern, das Guggenheim Museum in Bilbao oder die Elbphilharmonie in Hamburg stehen?

Was hat Sie nach Zürich verschlagen? Es hat sich beruflich so ergeben. Und weil mir nach Jahren des Pendelns die Zeit unterwegs immer mehr fürs Leben fehlte.

Welcher ist Ihr Lieblingsplatz in Zürich? Der verträumte Park des Rietberg-Museums, der mit seinen alten Baumriesen und der Sicht auf die Alpen immer noch ein Geheimtipp ist.

Welchen Ort meiden Sie? Meine Neugierde lässt es nicht zu, Orte einfach zu meiden.

Fünf Worte, die Ihr Zürich beschreiben: Wasser, Kunst und Kultur und damit meine ich auch die Beizenkultur. Ausserdem die Übersichtlichkeit der Stadt, das Angebot an Einkaufsmöglichkeiten und die Internationalität ihrer Bewohner. Ich finde, auch die Zuwanderer sind willkommen.

Was fehlt Ihnen, wenn Sie nicht in Zürich sind? Meine Freunde. Andererseits vermisse ich in Zürich meinen Garten in Südfrankreich und den Duft des Lavendels.

Ist Zürich eine Weltstadt? Jein. Zürich ist wohl vielmehr ein weltstädtisches Dorf mit grossen Ambitionen.

Was würde Sie dazu bewegen, von hier wegzuziehen? Ein Haus direkt am See.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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