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Wegen Kulturlandinitiative: Uster muss Grossprojekt wohl beerdigen

Planungskosten von einer Million Franken und alles umsonst: Die Kulturlandinitiave verhindert die Entwicklung des Eschenbüels in Uster. Auch andere Orte im Kanton sind betroffen.

Was muss erhalten bleiben? Grasende Kühe, ausserhalb Uster.
Was muss erhalten bleiben? Grasende Kühe, ausserhalb Uster.
Keystone

Auf 150'000 Quadratmetern am Westrand von Uster sollte ein neues Quartier entstehen, das den Grundsätzen der 2000 Watt- Gesellschaft entspricht. Fast eine Million Franken steckte Uster in die jahrelange Planung. Nun ist die sie umsonst, wie die NZZ heute berichtet.

Die Annahme der Kulturlandinitiative macht den Ustemern zu schaffen. Stadtplaner Walter Ulmann spricht gegenüber der Zeitung von einem «Entwicklungsschock». Eigentlich wollte der Stadtrat nach den Sommerferien über den Gestaltungsplan für das neue Quartier entscheiden.

Nun machte ihm die Stimmbevölkerung einen Strich durch die Rechnung: Das Land kann nicht mehr eingezont werden. Laut Ulmann hat Uster Reservezonen – insgesamt über 80 Hektaren. Das Problem: Der grösste Teil besteht aus Landwirtschaftsflächen, die nun geschützt sind.

Projekte in anderen Gemeinden ebenfalls betroffen

Doch nicht nur in Uster platzen einige Bauträume: In Marthalen ist eine gemeinsame Gewerbezone mehrerer Weinländer Gemeinden als Projekt bereits gestorben. In Effretikon wird eine Erweiterung des Gewerbegebiets Langhang unmöglich, in Bassersdorf muss wohl auf eine Wohnzone am Bahnhof verzichtet werden.

Allerdings ist zurzeit noch unklar, ob sämtliche Projekte tatsächlich verunmöglicht werden. Für die Initiative muss erst eine Umsetzungsvorlage ausgearbeitet werden. Diese soll mit einer Revision des Planungs- und Baugesetzes bis Ende Jahr vorliegen. Zu diesem Beschluss kann schliesslich noch ein Referendum erhoben und ein Gegenvorschlag ausgearbeitet werden. Möglich also, dass das Volk ein zweites Mal entscheiden muss, ob es Landwirtschaftsflächen strikte schützen will.

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