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Sexgewerbe weicht auf Agglomerationen aus

Die Zürcher Stadtmission geht davon aus, dass die die strengeren Bewilligungsverfahren der Stadt Zürich zu einer Verlagerung des Sexgeschäftes führt. Offen ist, was mit dem Strassenstrich passiert.

Werden vermehrt ausserhalb der Stadt arbeiten müssen: Prostituierte im Kreis 4.
Werden vermehrt ausserhalb der Stadt arbeiten müssen: Prostituierte im Kreis 4.
Keystone

Die restriktive Politik der Stadt Zürich habe dazu geführt, dass im Sexgewerbe eine starke Fluktuation der Angebote in Richtung Agglomeration stattgefunden habe, heisst es in einer Mitteilung der Stadtmission vom Dienstag. Sie geht davon aus, dass diese Entwicklung mit der neuen Prostitutionsgewerbeverordnung, die voraussichtlich 2013 in Kraft tritt, weiter anhalten wird.

Bis jetzt sei noch keine Tendenz zur Bildung eines Strassenstrichs im Kantonsgebiet zu erkennen, hält die Stadtmission fest. Hingegen sei in den Agglomerationen eine Zunahme von Etablissements im Sexgewerbe feststellbar.

Frauen rechnen oft selber ab

Die neueren Etablissements nennen sich «Sauna-Club» oder «Club». In solchen Einrichtungen bezahlten Gäste und Sexarbeiterinnen einen Eintritt. Die Frauen rechneten dann selber mit den Freiern ab.

Die Stadtmission stützt sich bei ihrem Befund auf Beobachtungen im Rahmen des Pilotprojektes «Isla Vicoria». Zwei Mitarbeiterinnen beraten seit Oktober 2011 im ganzen Kantonsgebiet Sexarbeiterinnen in rechtlichen und sozialen Fragen.

Die bisherige Arbeit habe bestätigt, dass die Sexarbeiterinnen dringend persönlich über ihre Rechte beraten werden müssten. Das habe auch präventive Wirkung, heisst in der Mitteilung. Die Stadtmission wird dieses Jahr 150 Jahre alt. Sie engagiert sich mit verschiedenen Projekten - darunter dem Café Yucca in der Zürcher Altstadt - für Randständige.

SDA/ep

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