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Politiker fordern Schutz vor literarischem Sex

Von links bis rechts wird die Ächtung von «pornografischen Werken» an den Mittelschulen verlangt.

Grenzen der literarischen Darstellung: Schweizer Mittelschüler verfolgen den Unterricht.
Grenzen der literarischen Darstellung: Schweizer Mittelschüler verfolgen den Unterricht.
Keystone

Im Oktober stand ein Gymilehrer vor Gericht, weil er im Literargymnasium (LG) Rämibühl mit 14- bis 15-jährigen Schülern Bücher gelesen hat, in denen die Pubertät und die jugendliche Sexualität thematisiert sind. Zum Beispiel in «Frühlingserwachen» von Frank Wedekind, in «Warum das Kind in der Polenta kocht» von Aglaja Veteranyi oder «Dunkler Frühling» von Unica Zürn. Gemeinsam ist den Werken, dass sie sexuelle Handlungen beschreiben, etwa den Missbrauch eines Mädchens oder Sex mit einem Hund. Masturbation, Inzest, gewalttätiger Sex bis zum Tod hat der Lehrer besprochen. Angezeigt hatte ihn eine Mutter, angeklagt eine Staatsanwältin. Sie sahen es als erwiesen an, dass der Lehrer die Jugendlichen übermässig mit pornografischem Inhalt konfrontierte.

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