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Hochwassergefahr entschärft

Die Lage am Brienzersee und in der Stadt Bern hat sich trotz neuen Gewittern stabilisiert. In Zürich war die Nacht ruhiger als erwartet. In einigen Kantonen hielten Notrufe jedoch die Behörden auf Trab.

rub/pia
Braun aber in den vorgesehenen Bahnen: Die Aare am 6. Juli 2012.
Braun aber in den vorgesehenen Bahnen: Die Aare am 6. Juli 2012.
Christian Häderli
Beaver-Schläuche unterhalb der Kornhausbrücke in Bern sollen das Hochwasser abhalten. Für Joggerinnen hats allerdings noch Platz. (Donnerstag, 5. Juli)
Beaver-Schläuche unterhalb der Kornhausbrücke in Bern sollen das Hochwasser abhalten. Für Joggerinnen hats allerdings noch Platz. (Donnerstag, 5. Juli)
Iris Andermatt
Der Zugang zum Lorrainebad ist gesperrt. (Donnerstag, 5. Juli)
Der Zugang zum Lorrainebad ist gesperrt. (Donnerstag, 5. Juli)
Iris Andermatt
Stahl greift Holz: Bei den Schwellen wird mit grobem Geschütz aufgefahren. Schwere Baumstämme werden aus der Anlage genommen. (Donnerstag, 5. Juli)
Stahl greift Holz: Bei den Schwellen wird mit grobem Geschütz aufgefahren. Schwere Baumstämme werden aus der Anlage genommen. (Donnerstag, 5. Juli)
Iris Andermatt
Eine Folge des Zulg-Hochwassers: Im Lager der Jungwacht-Blauring Raron bot sich am Donnerstag ein Bild der Zerstörung. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.
Eine Folge des Zulg-Hochwassers: Im Lager der Jungwacht-Blauring Raron bot sich am Donnerstag ein Bild der Zerstörung. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.
Marco Zysset
Die Gefahr für die Stadt Bern war Anfang Juli gebannt.
Die Gefahr für die Stadt Bern war Anfang Juli gebannt.
Christian Pfander, Keystone
Entwarnung: Die Aare beim Schwellenmätteli am 5. Juli um 6 Uhr.
Entwarnung: Die Aare beim Schwellenmätteli am 5. Juli um 6 Uhr.
Jonathan Spirig
Der Kran entfernt nicht nur Baumstämme und Schwemmholz, sondern auch Teile der Schleuse in der Matte. So kann das Holz in die offene Aare fliessen.
Der Kran entfernt nicht nur Baumstämme und Schwemmholz, sondern auch Teile der Schleuse in der Matte. So kann das Holz in die offene Aare fliessen.
Christian Pfander
Wangen an der Aare am Morgen des 5. Juli: Treibholz bleibt am Pfeiler bei der Holzbrücke hängen.
Wangen an der Aare am Morgen des 5. Juli: Treibholz bleibt am Pfeiler bei der Holzbrücke hängen.
Adrian Wagner, Leserreporter
Autos standen tief im Wasser. (Mittwoch, 4. Juli)
Autos standen tief im Wasser. (Mittwoch, 4. Juli)
Philippe Gyarmati, Leserreporter
Damit die Baumstämme weiterschwimmen können, werden die Rechen in der Berner Matte entfernt. (Mittwoch, 4. Juli)
Damit die Baumstämme weiterschwimmen können, werden die Rechen in der Berner Matte entfernt. (Mittwoch, 4. Juli)
Christian Pfander
Das Hochwasser wird zum Zuschauerspektakel. (Mittwoch, 4. Juli)
Das Hochwasser wird zum Zuschauerspektakel. (Mittwoch, 4. Juli)
Philippe Gyarmati, Leserreporter
Mittwoch um 21 Uhr: Ein Blick ins Berner Mattequartier. (Mittwoch, 4. Juli)
Mittwoch um 21 Uhr: Ein Blick ins Berner Mattequartier. (Mittwoch, 4. Juli)
Katharina Merkle
In der Matte werden die Rechen entfernt.  (Mittwoch, 4. Juli)
In der Matte werden die Rechen entfernt. (Mittwoch, 4. Juli)
Leserreporter
Die Aare ist voller Schwemmholz. (Mittwoch, 4. Juli)
Die Aare ist voller Schwemmholz. (Mittwoch, 4. Juli)
Anita Suter
Das Hochwasser lockt viele Schaulustige auf Berns Brücken. (Mittwoch, 4. Juli)
Das Hochwasser lockt viele Schaulustige auf Berns Brücken. (Mittwoch, 4. Juli)
Katharina Merkle
Die Feuerwehr im Grosseinsatz im Berner Mattequartier. (Mittwoch, 4. Juli)
Die Feuerwehr im Grosseinsatz im Berner Mattequartier. (Mittwoch, 4. Juli)
Anita Suter
Das Hochwasser zieht viele Schaulustige an. Die Bewohner des Mattequartiers müssen noch nicht evakuiert werden. (Mittwoch, 4. Juli)
Das Hochwasser zieht viele Schaulustige an. Die Bewohner des Mattequartiers müssen noch nicht evakuiert werden. (Mittwoch, 4. Juli)
Anita Suter
Auch der Pool im Bärenpark ist unter Wasser. (Mittwoch, 4. Juli)
Auch der Pool im Bärenpark ist unter Wasser. (Mittwoch, 4. Juli)
Katharina Merkle
Prekärer Wasserstand: Passanten begutachten sich im Matte-Quartier die Aare.  (Mittwoch, 4. Juli)
Prekärer Wasserstand: Passanten begutachten sich im Matte-Quartier die Aare. (Mittwoch, 4. Juli)
Andreas Weibel
Hochwasser in Steffisburg: Die Zulg tritt über die Ufer. (Mittwoch, 4. Juli)
Hochwasser in Steffisburg: Die Zulg tritt über die Ufer. (Mittwoch, 4. Juli)
Christian von Büren, Leserreporter
Die Zulg beim Fussgängerweg unter der Bahnbrücke beim Bahnhof Steffisburg. (Mittwoch, 4. Juli)
Die Zulg beim Fussgängerweg unter der Bahnbrücke beim Bahnhof Steffisburg. (Mittwoch, 4. Juli)
Eliane Siegenthaler, Leserreporter
Die Feuerwehr war mit einem Grossaufgebot im Einsatz. (Mittwoch, 4. Juli)
Die Feuerwehr war mit einem Grossaufgebot im Einsatz. (Mittwoch, 4. Juli)
Christian Pfander
Teilweise floss das Wasser dort bereits in die Quartiere. (Mittwoch, 4. Juli)
Teilweise floss das Wasser dort bereits in die Quartiere. (Mittwoch, 4. Juli)
Sam Veyre, Leserreporter
Bedrolich hoher Wasserstand: Die Aare bei Bern.
Bedrolich hoher Wasserstand: Die Aare bei Bern.
Andreas Weibel, Leserreporter
Die Berner Feuerwehr errichtet sich entlang der Aare Sperren. (Mittwoch, 4. Juli)
Die Berner Feuerwehr errichtet sich entlang der Aare Sperren. (Mittwoch, 4. Juli)
Andreas Weibel, Leserreporter
Die Aare wirft beim Schwellenmätteli Wellen. (Mittwoch, 4. Juli)
Die Aare wirft beim Schwellenmätteli Wellen. (Mittwoch, 4. Juli)
Anita Suter
Dieses Auto in Steffisburg wurde von den Wassermassen über den ganzen Parkplatz getrieben.  (Mittwoch, 4. Juli)
Dieses Auto in Steffisburg wurde von den Wassermassen über den ganzen Parkplatz getrieben. (Mittwoch, 4. Juli)
Yannick Ottmann, Leserreporter
Gewaltige Wassermassen: die Zulg. (Mittwoch, 4. Juli)
Gewaltige Wassermassen: die Zulg. (Mittwoch, 4. Juli)
Yannick Ottmann, Leserreporter
Baumstämme stauen sich beim Berner Schwellemätteli. (Mittwoch, 4. Juli)
Baumstämme stauen sich beim Berner Schwellemätteli. (Mittwoch, 4. Juli)
Christian Pfander
Die Aare führt grosse Mengen Holz.  (Mittwoch, 4. Juli)
Die Aare führt grosse Mengen Holz. (Mittwoch, 4. Juli)
Leserreporter
Die Bewohner an der Aare schützen sich vor dem Hochwasser. (Mittwoch, 4. Juli)
Die Bewohner an der Aare schützen sich vor dem Hochwasser. (Mittwoch, 4. Juli)
Katharina Merkle
Hochwasseralarm: Die Zulg in Steffisburg. (Mittwoch, 4. Juli)
Hochwasseralarm: Die Zulg in Steffisburg. (Mittwoch, 4. Juli)
Joel Stüdle, Leserreporter
Im Berner Eicholz stehen die Grillstellen unter Wasser. (Mittwoch, 4. Juli)
Im Berner Eicholz stehen die Grillstellen unter Wasser. (Mittwoch, 4. Juli)
Adrian Zurbriggen
Der Bärenpark ist gesperrt. (Mittwoch, 4. Juli)
Der Bärenpark ist gesperrt. (Mittwoch, 4. Juli)
Katharina Merkle
Die Emme in Burgdorf führte um 19.35 Uhr ebenfalls mehr Wasser als üblich. (Mittwoch, 4. Juli)
Die Emme in Burgdorf führte um 19.35 Uhr ebenfalls mehr Wasser als üblich. (Mittwoch, 4. Juli)
Thomas Mauti, Leserreporter
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Trotz der Gewitter mit starken Niederschlägen in der Nacht auf heute spricht das Bundesamt für Umwelt (Bafu) von einer Beruhigung der Hochwasserlage. Für den Brienzersee gilt neu nur noch die Gefahrenstufe 2 (mässige Gefahr). In den letzten 24 Stunden ist der Pegel des Brienzersees weiter gesunken. Er befindet sich nun unterhalb der Gefahrenstufe 3 (erhebliche Gefahr).

Silvia Morf, Hydrologin vom Bafu, sagte am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur sda, dass zudem die Gefahrenstufe 2 für die Emme und die Kleine Emme aufgehoben wurde. «Die Niederschläge werden in den nächsten Stunden abnehmen, für Samstag und Sonntag rechnen wir mit einer weiteren Entspannung», sagte Morf.

Die angespannte Lage der letzten Tage ist laut Morf nicht mit der Hochwassersituation im Jahr 2005 zu vergleichen. Damals habe eine andere Wetterlage geherrscht. «Dieses Mal waren es vor allem Gewitter.»

Lage in der Stadt Bern stabil

Trotz des Gewitters in der Nacht auf Freitag hat sich die Hochwassergefahr in den Stadtberner Aarequartieren nicht verschärft. Die Situation präsentiert sich nach wie vor stabil. Weil die weitere Entwicklung der Situation aber ungewiss sei, blieben die Sperren trotzdem in Betrieb, sagte Stephan Lüthi, Sprecher der Berufsfeuerwehr der Stadt Bern. Aus dem gleichen Grund bleibt derweil das Mattequartier für den Verkehr gesperrt.

In Bern führte die Aare am frühen Freitagmorgen etwa 330 Kubikmeter Wasser pro Sekunde, doch gegen Mittag sank dieser Wert wieder ab. Kritisch für die Stadtberner Quartiere an der Aare sind Werte über 400 Kubikmeter. Das Gewitter am Mittwoch im Raum Thun habe eine stärkere Intensität gehabt als die Niederschläge in der Region Bern in der vergangenen Nacht, erklärte Morf.

Ruhige Nacht in Zürich

Die Gewitter waren im Kanton Zürich kurz – und weniger heftig als befürchtet. Die Zürcher Rettungskräfte hatten eine ruhige Nacht. Das bestätigt Urs Eberle, Leiter Kommunikation von Schutz und Rettung Zürich: «Es gingen weder Schadensmeldungen noch sonstige Notrufe wegen des Unwetters ein.»

Seine Mitarbeiter wussten zwar, dass Meteo Schweiz Unwetter prognostiziert hatte, sie sassen die Nacht deswegen aber nicht auf dem Posten ab. «Für derartige Notfälle haben wir ein Alarmsystem mit Pagern. Das hat sich bewährt.»

Hausen am Albis stark betroffen

Das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie Meteo Schweiz hatte am Donnerstag für die gesamte Deutschschweiz eine Unwetterwarnung der Stufe 3 herausgegeben. Sie galt bis Freitagmorgen 10 Uhr.

Am Donnerstag um 17:25 Uhr registrierte Meteocentrale dann ein Unwetter der Stufe Rot mit Schwerpunkt im Bereich Hausen am Albis ZH. Es kam laut Meteocentrale aus Südwest und bewegte sich mit einer Geschwindigkeit von 29 km/h in nordöstliche Richtung. Die Blitzaktivität sei hoch gewesen. Sturmböen gab es laut Meteo Schweiz auch in der Zentralschweiz.

Notrufe in Basel-Land und im Appenzellerland

Im Kanton Basel-Land gingen nach Gewittern bis um 2 Uhr am Freitagmorgen 40 Notrufe wegen überschwemmten Räumen ein, wie die Polizei mitteilte. Betroffen waren vor allem Gemeinden im Oberen Baselbiet. In Giebenbach BL trat der Violenbach über die Ufer und sorgte für Schäden an Wohnhäusern.

Heftige Regenfälle mit bis zu 60 Litern Wasser pro Quadratmeter haben am Donnerstagabend im Appenzeller Mittelland zu Schäden an Gebäuden und Fahrzeugen geführt, wie die Ausserrhoder Kantonspolizei mitteilte. Verletzt wurde niemand.

Zwischen 19 und 20 Uhr gingen bei der kantonalen Notrufzentrale rund 20 Meldungen ein, wonach Keller überflutet worden waren oder Wasser in Gebäude eingedrungen war. Am ärgsten betroffen waren die Gemeinden Trogen, Bühler und Gais. Im Gebiet Strahlholz in der Gemeinde Bühler wurde ein abgestelltes Auto von den Wassermassen in den Rotbach gerissen. Das Wrack konnte mehrere hundert Meter bachabwärts mit einem Kran geborgen werden.

Probleme auf Autobahnen

In Arisdorf BL kam es zu Problemen auf der A2, wo grosse Wassermengen auf die Fahrbahn liefen. Auch andere Landesteile waren betroffen: Am Donnerstagabend waren auch das Simplongebiet und in der Nacht die Westschweiz mit grossen Niederschlagsmengen eingedeckt worden.

Eine weitere Gewitter- und Niederschlagsfront war am Donnerstagabend über das Simplongebiet und in der Nacht über die Westschweiz gezogen.

Senden Sie uns Ihr Gewitterbild, -video oder weitere Informationen zum erwarteten Unwetter per MMS an 4488.

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