Zum Hauptinhalt springen

«Als Autofahrer fühlt man sich immer gestört»

Blitzkästen, die nur an einem bestimmten Punkt die Geschwindigkeit messen, seien unfair, findet Verkehrspsychologe Andreas Widmer. Er schlägt ein Belohnungs- statt Strafsystem für Autofahrer vor.

So viele fixe und mobile Geschwindigkeitskontrollen wie sonst nirgends in der Schweiz: Blitzkästen an der Bucheggstrasse in Zürich.
So viele fixe und mobile Geschwindigkeitskontrollen wie sonst nirgends in der Schweiz: Blitzkästen an der Bucheggstrasse in Zürich.
Keystone

Unser Artikel, wonach Zürich sich überlege, neuartige Radargeräte in Betrieb zu nehmen, entfachte unter den Lesern eine heftige Diskussion. Warum reagieren Autofahrer auf Blitzkästen derart emotional?

Autofahren ist eine emotionale Angelegenheit. Einerseits fühlt man sich als Autofahrer immer an seinen Plänen gehindert. Man will von A nach B fahren, aber andere Autos, Fussgänger, Velofahrer oder eben Blitzkästen stören dieses Vorhaben. Dies macht aggressiv. Hinzu kommt, dass man im Auto in einer Art Kasten sitzt. Man nimmt nicht andere Menschen wahr, die einem sympathisch sein könnten, sondern zum Beispiel einen BMW oder einen VW. Dies hat etwas Technisches und verstärkt das Gefühl, an seinem Plan gehindert zu werden.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.