Biest und Arkan suchen Karosse von Bolsonaro nach Sprengstoff ab

Die Kapo Zürich ist um die Sicherheit der WEF-Gäste auf dem Weg nach Davos besorgt – mit Hunden und speziellen Spiegeln. Im Video der Konvoi des brasilianischen Präsidenten.

Die Polizei untersucht mit Spürhunden die Mietkarossen für die WEF-Delegation des brasilianischen Präsidenten und begleitet den Konvoi mit Personenschützern bis nach Davos.

Das World Economic Forum (WEF) stellt einen Grosseinsatz für die Polizeikorps der Schweiz dar, auch ausserhalb von Davos. Der Kantonspolizei Zürich kommt bei der polizeilichen Sicherung des WEF eine wichtige Rolle zu: Sie ist mit der Einreise am Flughafen und dem Transfer der WEF-Gäste nach Davos betraut. Am Montagmorgen zeigte das Zürcher Korps am Beispiel des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro, wie es bei der Sicherung vorgeht. Im Einsatz sind Sprengstoffhunde und Spezialisten, die mit Spiegeln die Unterseite der Staatskarossen nach verdächtigen Gegenständen absuchen. Die tierische Sucharbeit übernehmen «Biest vom Haus Meraner» und «Arkan vom Haus Iten», angeleitet von ihren Hundeführern.

In diesen Tagen reisen zahlreiche völkerrechtlich geschützte Vertreterinnen ausländischer Regierungen und internationaler Organisationen über den Flughafen Zürich in die Schweiz ein und machen sich auf den Weg ans WEF. Darunter gemäss Kapo 4 Könige und 19 Präsidenten, für die die Polizei im Auftrag des Bundessicherheitsdiensts (BSD) Schutzmassnahmen trifft. Die Kantonspolizei stellt zudem wie die meisten Polizeikorps der Schweiz Einsatzkräfte zur Unterstützung der Kantonspolizei Graubünden in Davos zur Verfügung.

130 zusätzliche Flugbewegungen pro Tag

Die Flughafen Zürich AG rechnet damit, dass sich die zusätzlichen Starts und Landungen während der laufenden WEF-Woche im Umfang der letzten Jahre bewegen; im Vergleich zu einem Durchschnittstag verzeichnete der Flughafen Zürich 2018 täglich rund 130 zusätzliche Flugbewegungen.

Medienkonferenz der Sicherheitskräfte in Davos. (Video: Keystone-SDA)

Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf den Sicherheitsmassnahmen rund um den Flughafen Zürich. Um die Sicherheit von Reisenden und Zuschauern zu gewährleisten, würden vermehrt Personen- und Fahrzeugkontrollen durchgeführt, so die Kantonspolizei. Zudem stellt sie für den Flugplatz Dübendorf die Grenzkontrolle sicher. Weiter liegt die sichere Verschiebung der Konvois nach Davos in der Verantwortung der Kantonspolizei. Beim Begleiten der Konvois nach Davos wird sie auch von der Stadtpolizei Zürich unterstützt.

Keine Ferien für Polizisten

Die Polizeiarbeit im Kanton Zürich könne gemäss heutiger Planung ohne Abstriche auch während der WEF-Woche erfolgen, versichern die Verantwortlichen. Es würden weder Öffnungszeiten von Polizeiposten gekürzt, noch Patrouillendienste gestrichen. Um dafür die ganze Woche hindurch über genügend personelle Reserven zu verfügen, hat die Kantonspolizei Zürich eine Ruhetagsperre für Polizistinnen und Polizisten ausgesprochen. Im vergangenen Jahr leisteten die Mitarbeitenden der Kantonspolizei Zürich rund 20’000 Arbeitsstunden für eine sichere Durchführung des WEF und während dieser Zeit für die Sicherheit im Kanton Zürich; etwa ein Fünftel dieser Stunden fiel am Austragungsort Davos an. An den beiden Spitzentagen waren jeweils über 400 Polizistinnen und Polizisten der Kantonspolizei Zürich ausschliesslich oder vor allem für das WEF im Einsatz.

Der Einsatz im Bündnerland wird vom Kanton Graubünden entschädigt. Alle Arbeiten zur Sicherheit von völkerrechtlich geschützten Gästen, die vom BSD in Auftrag gegeben wurden, werden dem Bund in Rechnung gestellt.

lop

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