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Zwei Quereinsteiger suchen ihr Glück im Beerihof

Mit dem Verkauf von Beeren direkt ab Hof erfüllt sich ein Paar aus der Innerschweiz im Unterland einen Traum. Derzeit haben Brombeeren Hochsaison.

Steinmaur. - Die Innerschweizer Daniela und Harri Meienberg bauen seit vier Jahren auf ihrem Beerihof in Steinmaur Früchte und Gemüse aller Art an. Hauptangebot ihres Betriebs sind Himbeeren, Brombeeren und Erdbeeren. Dass die beiden Innerschweizer sich ausgerechnet im Unterland ihren Traum vom Bauernhof erfüllen, war Zufall. «Unsere neue Heimat sollte nicht zu weit weg von der Innerschweiz sein und in der Deutschschweiz liegen», sagt Daniela Meienberg. Sowohl sie als auch ihr Mann sind Quereinsteiger, der Beerihof ist ihr erster eigener Landwirtschaftsbetrieb. Harri Meienberg wuchs zwar in einer Bauernfamilie auf. Zunächst zog ihn aber der Beruf des Möbelschreiners an. Erst danach merkte er, dass sein Herz für die Landwirtschaft schlägt. Daniela Meienberg arbeitete vor der Bäuerinnenschule als Kindergärtnerin. «Durch meinen Mann habe ich die Liebe zur Landwirtschaft entdeckt.» Ganz verabschiedet hat sie sich von ihrem angestammten Beruf allerdings nicht, im Winter arbeitet sie als Vikarin im Kindergarten. Vom beruflichen Wandel waren die Familie und die Freunde nicht überrascht. «Wir waren Hobby-bauern und haben unser Hobby zum Beruf gemacht», sagt Daniela Meienberg. Ihren Entscheid, von zu Hause weg ins Unterland zu ziehen, haben sie und ihr Mann nie bereut. Nur manchmal überkomme sie ein Heimweh nach den Bergen, so Daniela Meienberg. Aber bei Föhn könne man die Berge ja auch im Unterland sehen, sagt ihr Mann. Ihr Landwirtschaftsbetrieb hat sich so entwickelt, wie es sich die beiden gewünscht haben. «Wir sind sehr zufrieden», meint Harri Meienberg. «Jedes Jahr haben wir uns ein bisschen steigern können.» Das wirtschaftliche Ergebnis steht für die beiden allerdings nicht im Vordergrund. Sie sind leidenschaftliche Landwirte. «Die Freude an der Arbeit ist nach wie vor gross, wir würden es immer wieder so machen», sagt Harri Meienberg. Wichtig sei ihnen die Qualität und ebenso die Präsentation der Produkte im eigenen Hofladen. Ein Vorteil gegenüber anderen landwirtschaftlichen Betrieben sehen sie in den Arbeitszeiten. Nur während der Erdbeerenzeit müssen sie um fünf Uhr aufstehen. Es bleibt sogar Zeit für Ferien. «Der Januar ist unser freier Monat», meint Daniela Meienberg, «auch die Sonntage probieren wir uns freizuhalten.» Geerntet werden nur reife Beeren Auch wenn die Beerensaison nur von Mai bis Oktober dauert, müssen die Stauden das ganze Jahr hindurch gepflegt werden: Das Unkraut muss gejätet und die Ruten müssen zurückgeschnitten, separiert und neu gebunden werden. «Wir spritzen nur so viel wie nötig», sagt Harri Meienberg, «dafür ist das Jäten aufwendiger.» Das sei es allerdings Wert, denn die Kundschaft komme auf den Beerihof, weil sie qualitativ gute saisonale Produkte möchte. Die Früchte werden erst geerntet, wenn sie wirklich reif sind. «Würden wir die Beeren den Discountern anbieten, müssten wir sie früher pflücken», so Daniela Meienberg. Der Geschmack der Beeren sei dann nicht mehr der gleiche. Dieses besondere Aroma sei es aber, das die Kundschaft bei ihnen suche. Auf die Preise der Beeren haben die Meienbergs nur beschränkt Einfluss. «Wir wollen uns an die Preisvorgaben des Beeren- und Früchteverbandes halten», so Harri Meienberg. www.beerihof.ch

Harri und Daniela Meienberg beim Pflücken ihrer Brombeeren.

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