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ZürichPrivater Gestaltungsplan Kornhaus Swissmill in Zürich-Aussersihl,Stadtzürcher Abstimmung vom 13. Februar

ZürichPrivater Gestaltungsplan Kornhaus Swissmill in Zürich-Aussersihl,Stadtzürcher Abstimmung vom 13. Februar Der Bau stört. Ob Swissmill einen 120 Meter hohen Silo wirklich braucht, kann von Aussenstehenden nicht beurteilt werden. Dazu müsste man wissen, wie gross die jetzige Vermahlungskapazität ist und ob die Mühle gedenkt, diese auszuweiten. Coop wird ja nicht aus Spass einen teuren Silobau planen. Entweder geht es um eine strategische Vorsorge für eine Kapazitätserweiterung, eine drastische Ausweitung des Produktangebots oder eine Kostenoptimierung bei der Lagerung. Für die Stimmberechtigten sind jedoch zwei Dinge von Belang. Erstens, ob der Bau optisch stört – und das tut er meiner Meinung nach mit oder ohne Schattenwurf. Und zweitens müssen die Konsequenzen eines Ja wohlüberlegt sein im Hinblick auf spätere Forderungen der Swissmill nach Entschädigung (Investitionsschutz). Denn eines fernen Tages – und dieser wird mit Sicherheit kommen – wird der Mühlenbetrieb wegen der Stadtentwicklung eingestellt und verlagert werden müssen. Tradition hin oder her. Die Mühle Tiefenbrunnen mag als Beispiel dienen. Jürg Müller, Zürich Viel Arroganz, wenig Sachkenntnis. Die alte Stadtmühle Zürich steht seit Mitte des 19. Jahrhunderts an der Limmat und versorgt uns Zürcherinnen und Zürcher mit Mehl für Brot und Teigwaren, rund 220 000 Tonnen pro Jahr. Dieser Betrieb dient nicht nur unserer Grundversorgung, sondern ist auch einer der letzten industriellen Betriebe in dem Stadtquartier, das den Namen Industriequartier trägt. Die Mühle stellt über hundert Mehl- und Griesssorten her, darunter auch die vielen Spezialmischungen, die wir als Konsumentinnen und Konsumenten schätzen und wünschen. Damit beim Escher-Wyss-Platz weiterhin das Mehl für unsere frischen Brötchen hergestellt werden kann, benötigt Swissmill eine grössere Speicherkapazität. Dies ist nur möglich durch die Aufstockung des bestehenden Kornhauses. Wenn die Gegner des Gestaltungsplans Kornhaus locker behaupten, Swissmill solle doch einfach die Produktion verlegen, zeugt das von viel Arroganz und wenig Sachkenntnis. Solche Äusserungen kann nur machen, wer nach dem Motto «Ich fordere, du bezahlst» lebt. Swissmill hat an ihrem heutigen Produktionsstandort mehrere Hundert Millionen Franken investiert. Ein solcher Betrieb lässt sich nicht wie ein Büro zügeln. Zudem ist es ökologisch sinnvoll, dass dort produziert wird, wo auch die meisten Konsumenten sind. Monjek Rosenheim, Zürich «Seelenzerstörende Verfassung». Fantasielosigkeit ist auch ein Kriterium. Im begrenzten Raum tolerierbar. Ausserhalb dieser Zonen eher nicht. Also kein 120 Meter hoher Silo! Weder im Zürcher Kreis 5 noch sonst wo auf Stadtzürcher Boden. Ende 2010 ist in England u. a. das Buch «Architecture’s Evil Empire?» von Miles Glendinning erschienen. Die von «starchitects» entworfenen «iconic buildings», so der Autor, seien eigentliche Plakate eines Zeitgeists der modernen Konsumgesellschaft, einer seelenzerstörenden Verfassung. Doch: «We get the buildings and the cities we deserve.» Und so auch ein Zürich, wie wir es verdienen. Erwin. A. Sautter, Zumikon «Es ist ökologischsinnvoll, dass dort produziert wird, wo die meistenKonsumenten sind.» «Infolge derStadtentwicklungwird derMühlenbetrieb eines Tagesausgelagertwerden müssen. Tradition hin oder her.»

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