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Zürich zahlt für Autobahnen

Zürich – Noch klafft eine Lücke im Autobahnnetz im Zürcher Oberland. Und noch existiert der Autobahntunnel unter dem Hirzel bloss in den Köpfen einiger Planer. Doch gestern hat der Zürcher Regierungsrat im Kampf mit dem Bund um die Finanzierung dieser beiden Vorhaben Hand zu einem Kompromiss geboten. Er ist bereit, auf beiden Strecken für den Betrieb und den Unterhalt der Strassen aufzukommen, obwohl es sich dabei um Nationalstrassen handeln wird. Wie der Regierungsrat in seiner Mitteilung schreibt, rechnet er dafür mit jährlichen Kosten von 11,35 Millionen Franken. Heute sind die Oberlandautobahn und die Hirzelstrasse noch kantonale Strassen. Wenn der Kanton die Autobahnlücke zwischen Uster und Hinwil schliessen würde, müsste er rund 1 Milliarde Franken aufwerfen. Ein Hirzeltunnel würde je nach Variante zwischen 550 Millionen und 1,2 Milliarden Franken kosten. Der Bund will nun diese beiden Strecken ins Nationalstrassennetz aufnehmen, neben vielen anderen Strecken in der Schweiz – insgesamt 400 Kilometer. Ursprünglich wollte er den Kantonen den Ausbau dieser Strassen aufbürden. Jetzt hat er sich bereit erklärt, diese Kosten selber zu tragen, sodass die Kantone bloss die Unterhaltskosten übernehmen müssen. Laut Markus Traber, Chef des kantonalen Amts für Verkehr, handelt es sich dabei um eine gute Lösung für den Kanton. «Diese Unterhaltskosten müssen wir sonst auch tragen.» Mit dem Bau der Oberlandautobahn kann frühestens 2013 begonnen werden.(rd)

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