Zum Hauptinhalt springen

Zürich leidet unter der Finanzkrise

Zürich und Winterthur legen ihre Budgets für 2011 vor: rot das eine, nahezu ausgeglichen das andere.

Von Benno Gasser Der Zürcher Finanzvorstand Martin Vollenwyder (FDP) hat auch bei der gestrigen Präsentation eines budgetierten Defizits von 206 Millionen Franken seinen Humor nicht verloren. Weil der Kanton Zürich in seinem Budget einen Überschuss vorsieht, meinte Vollenwyder, da müsse in Sternenberg wohl ein Ufo mit reichen Leuten gelandet sein. Sein eigenes Defizit führte er vor allem auf die fehlenden Steuererträge von den beiden Grossbanken zurück. Wegen der strengeren Bankenvorschriften rechnet Vollenwyder erst ab 2012 wieder mit Steuergeldern von UBS und CS. Bei den Investitionen will die grösste Schweizer Stadt aber nicht sparen und sieht dafür eine Milliarde Franken vor. Dadurch schrumpft das ersparte Eigenkapital auf 400 Millionen Franken, und der Selbstfinanzierungsgrad fällt auf 24,7 Prozent. Vollenwyder rechnet ab 2014 wieder mit einem Überschuss und spricht sich dafür aus, günstiger zu bauen. Die Winterthurer Finanzvorsteherin Verena Gick (FDP) konnte derweil ein fast ausgeglichenes Budget präsentieren, das bei einem Aufwand von 1,3 Milliarden Franken ein Defizit von nur 2,7 Millionen vorsieht. Vor wenigen Monaten sah es noch düster aus. Im ersten Entwurf zeichnete sich ein 50-Millionen-Loch ab, ehe die Steuerprognosen deutlich nach oben korrigiert wurden. Gick erwartet, dass Firmen und Private 10 Prozent mehr Steuern abliefern als dieses Jahr. Bei den Ausgaben beklagt die Stadt die Mehrbelastung um 12 Millionen im Sozialbereich – weil bei der Pflegefinanzierung Kosten abgewälzt werden und die Bevölkerung mehr Sozialhilfe und AHV-Beihilfe beansprucht. Bericht und Interview Seite 13

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch