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Zürcherinnen bilden das Gerüst

Für die Schweizer U-19- Fussballerinnen führt der Weg an die WM über den EM-Halbfinal. Zur Hoffnung Anlass gibt die Rückkehr von GC-Spielerin Chantal Fimian.

Von Deborah Bucher Yannick Schwery, Trainer der ältesten Nachwuchs-Frauenauswahl, arbeitet seit Mai 2010 mit einer neuen Generation an Spielerinnen zusammen. «Wir konnten uns nicht nur festigen, sondern formen eine verschworene Einheit», lautet der Eindruck des Verantwortlichen, der seit knapp drei Jahren im Schweizer Fussballverband engagiert ist. Dieser «spezielle Charakter meines Teams» streicht er als gewichtige Stärke heraus – damit einher geht die intakte mentale Verfassung. Den Beleg lieferten die Juniorinnen mit der sechsten Qualifikation für eine EM-Endrunde der U-19-Jährigen. Das Turnier in der Region Emilia-Romagna startet am Montag und lässt sich für die Schweiz mit dem Vergleich gegen Belgien vermeintlich einfach an. Am Donnerstag wartet Gastgeber Italien, nächsten Sonntag das physisch starke Russland. Schwery beurteilt die Gruppe A als «machbar» und peilt im Minimum den 2. Rang an, gleichbedeutend mit dem Halbfinaleinzug. Damit wäre die WM-Teilnahme gewiss.Die Zürcherinnen markieren mit sieben Nominierten im 18-köpfigen Kader hohe Präsenz. Dies, obwohl die zwei gut eingebetteten Klubs aus der grössten Schweizer Stadt in dieser Saison nicht mehr die Hauptrolle spielten. «Diese Anhäufung zeugt von einer soliden Nachwuchsausbildung im Raum Zürich», präzisiert der U-19-Nationalcoach. Seit acht Wochen ohne Einsatz Im Schweizer Kollektiv findet sich nicht viel Platz für Einzelkönnerinnen. Trotzdem gibt es eine Hierarchie, die die erst 17-jährige Chantal Fimian anführt – als Captain und als zweikampfstarke Leaderin mit guter Übersicht und druckvollem Spiel nach vorne. Fimian verletzte sich Anfang April in der Ukraine während der EM-Qualifikation. Wegen einer Aussenbandzerrung im Knie fiel sie seither bei den Grasshoppers aus und kann erst seit Montag wieder geregelt trainieren. «Ihr Einsatz birgt keinerlei Risiken», sagt Schwery. Im Tor brennt Pascale Küffer nach dem NLA-Aufstieg mit Schlieren auf weitere Erfolge. Die Rollen der Aussenverteidigerinnen sollen Natasha Gensetter und Corina Saner (beide GC) ausfüllen. Im Aufbau ist der FCZ mit Nadine Baker, Cora Canetta und Eseosa Aigbogun stark vertreten. Die torgefährliche Aigbogun empfahl sich erst im Frühling für erste internationale Einsätze und hinterliess dabei einen prägenden Eindruck.

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