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Zürcher Frauenhäuser mussten Schutzbedürftige abweisen

Die Nachfrage nach Plätzen in einem der beiden Zürcher Frauenhäuser ist gross: Nicht alle Schutzbedürftigen konnten letztes Jahr aufgenommen werden. 134 Frauen und 90 Kinder fanden Zuflucht.

Der Betrieb der Zürcher Frauenhäuser ist nebst Kantonsbeiträgen durch Spenden finanziert: Demonstranten protestieren in Genf gegen Gewalt an Frauen. (Archivbild)
Der Betrieb der Zürcher Frauenhäuser ist nebst Kantonsbeiträgen durch Spenden finanziert: Demonstranten protestieren in Genf gegen Gewalt an Frauen. (Archivbild)
Keystone

Im vergangenen Jahr haben 134 Frauen und 90 Kinder in einem der beiden Zürcher Frauenhäuser Zuflucht gefunden. Dort blieben die Schutzbedürftigen während durchschnittlich 26 Tagen. Insgesamt wurden 5873 Übernachtungen gezählt, wie die Stiftung Frauenhaus mitteilte.

Von den 134 Frauen kamen 42 aus der Stadt Zürich, 71 aus dem übrigen Kantonsgebiet. 20 stammten aus einer anderen Gegend. Nicht alle Schutzsuchenden fanden einen Platz: So mussten 26 Frauen und 50 Kinder abgewiesen werden, weil die Frauenhäuser bereits voll belegt waren.

19 Frauen zogen nach dem vorübergehenden Aufenthalt im Frauenhaus zurück zu ihrem Partner. Weitere 19 Frauen kehrten ebenfalls in die eigenen vier Wände zurück, jedoch ohne ihren Mann. 34 Schutzbedürftige wechselten dagegen in eine andere Institution, während 26 Unterschlupf bei Bekannten oder Freunden fanden. 25 zügelten in eine neue Wohnung.

Durch Spenden finanziert

Der Betrieb der beiden Frauenhäuser Zürich und Violetta ist nebst Kantonsbeiträgen weitgehend durch Spenden finanziert. Dank höherer Spendeneinnahmen sei das Defizit 2012 tiefer ausgefallen als budgetiert, heisst es im Jahresbericht.

Um dem Kostendruck zu begegnen, werden die beiden Frauenhäuser an einem neuen Standort mit 24 Betten zusammengeführt, wie die Stiftung weiter schreibt. Der Umzug ins neue «Frauenhaus Zürich Violetta» ist für den Sommer geplant.

SDA/rbi

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