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Ziele zu hoch gesteckt

Steinmaurer Landwirte schaffen mehr Lebensraum für seltene Arten, indem sie ihre Ökoflächen vernetzen. Doch das Projekt harzt.

Von Fabienne Lorenz Steinmaur – Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen zu vernetzen, daran arbeiten die Naturschutzkommission Steinmaur und die Landwirte der Gemeinde seit sechs Jahren. Die Bauern schaffen mehr ökologische Flächen auf ihrem Land, verbinden diese mit denen anderer Landwirte und erhalten dafür einen finanziellen Bonus. Die zweite Phase des Vernetzungsprojekts hat dieses Jahr begonnen. Robert Brunner, Präsident der Kommission, zieht aus der ersten Phase jedoch eine durchzogene Bilanz. «Wir haben uns viel zu hohe Ziele gesetzt», gibt Brunner zu. Darum habe man diese insgesamt nur zu 41 Prozent erreicht. Dennoch gab es einzelne Erfolge zu verbuchen: Die Fläche von so- genannten vernetzten Bunt- und Rotationsbrachen, also Landstücken, auf denen Blumen und Wildkräuter gesät werden, nahm um 260 Aren zu, die Fläche von Obstgärten um 215 Aren. Auch der Anteil an extensiven Wiesen und Streuflächen, auf denen viele Pflanzenarten wachsen und die nicht intensiv für die landwirtschaftliche Produktion genutzt werden, hat sich um 1175 Aren nahezu verdoppelt. Gescheitert ist das Projekt, was Einzelbäume, Krautsäume, Hecken-, Feld- und Ufergehölze betrifft. Dort lag die Erfolgsquote unter 15 Prozent. Dennoch hält Steinmaur am Projekt fest und setzt für die zweite Phase, die wieder sechs Jahre dauern wird, neue Ziele. Brunner möchte die Anzahl Hecken- und Ufergehölze steigern. «Vernetzte Flüsse sind wie Korridore, die der Ausbreitung der Arten dienen können», erklärt er. Amphibien und Reptilien, wie Feuersalamander, Blindschleichen und Ringelnattern, können sich so einfacher vermehren.

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