Zum Hauptinhalt springen

Zehn Projekte für das Küsnachter Dorfzentrum

Die Neugestaltung des Küsnachter Dorfzentrums kommt endlich voran. Ein Preisgericht hat in den letzten zwei Tagen alle Projekte bewertet und eine Vorauswahl getroffen.

Von Marco Huber Küsnacht – 30 Projekte zur Neugestaltung des Areals rund um den Küsnachter Bahnhof und das Dorfzentrum sind nach einer Ausschreibung zusammengekommen. Von jedem der Vorschläge ist ein Gipsmodell im Massstab 1:500 erstellt worden. Die Modelle wurden in der Truppenunterkunft Heslibach präsentiert, wo die Küsnachter die ausgestellten Projekte in Ruhe betrachten konnten. Im Lauf der vergangenen zwei Tage haben 30 Leute diese Gelegenheit wahrgenommen. In einem Nebenraum sassen die Jurymitglieder an einem grossen Tisch und berieten sich. Unter ihnen befanden sich Gemeindepräsident Max Baumgartner (FDP), Planungsvorstand Mark Furger (FDP) und Hochbauvorstand Martin Schneider (SVP). Die projektierenden Architekten führen einiges im Schilde mit dem Küsnachter Zentrum. Einer möchte beispielsweise den Bahnhof im Boden «versenken». Wenn es nach ihm geht, sollen die Gleise unterirdisch verlaufen. So entstünde oberhalb des Bahnhofs eine grosse Fläche, die der Architekt als Dorfplatz mit Bäumen nutzen würde. Ein anderes Architektenteam will den Bahnhof mit einem grossen, schlangenförmigen Dach verschönern. Überhaupt, die Gebäude rund um den Bahnhof unterscheiden sich von Projekt zu Projekt. Mal sind sie rund, mal oval, mal quaderförmig, mal etwas höher und mal niedriger. Multifunktionaler Dorfplatz In einem ersten Schritt wurden die Architekten aufgefordert, städtebauliche Lösungen für das Areal rund um den Bahnhof auszuarbeiten. Unter anderem soll ein Dorfplatz entstehen. Die Vorgaben dafür waren klar: Der Platz soll ein Ort sein, an dem sich die Leute treffen und der multifunktional ist. «Es soll möglich sein, dass auf dem künftigen Dorfplatz ein Markt, eine Chilbi oder ein Konzert stattfinden kann», sagt Planungsvorstand Mark Furger. Die Planungsbüros mussten zudem den Nachweis erbringen, dass ihre Konzepte mit allen angedachten Verkehrslösungen funktionieren. So hat sich beispielsweise im Februar 2011 eine Interessengemeinschaft (IG) Tunnellösung formiert. Die IG fordert, dass die Rosenstrasse vor der bestehenden Bahnunterführung bis zum Feuerwehrgebäude untertunnelt werden soll. So würde das Küsnachter Zentrum vom Durchgangsverkehr entlastet. «Wichtig war es für uns, eine Vielfalt an Lösungen zu begutachten», sagt Gemeindeschreiber Peter Wettstein. Kriterien für das Ausscheiden einzelner Konzepte aus dem Wettbewerb gab es mehrere. So durfte die Dichte der Häuser nicht zu hoch sein, denn rund die Hälfte des 4300 Quadratmeter grossen Areals soll eine öffentlich zugängliche Freifläche bleiben. Einige Visualisierungen hätten zu massig gewirkt. «Wir haben uns bei jedem Modell gefragt, ob die Gebäude in dieser Form wirklich ins Zentrum passen», sagt Planungsvorstand Mark Furger. Suche nach Gesamtlösung Ein verbindlicher Kostenrahmen ist für die Zentrumsgestaltung noch nicht definiert worden. Der wird erst im nächsten Frühjahr bekannt sein, wenn aus den zehn verbliebenen Projekten der Sieger erkoren wird. Gesucht wird in erster Linie nach einer Gesamtlösung für Küsnachts Dorfzentrum. Laut Gemeindeschreiber Wettstein ist es aber durchaus möglich, dass einzelne Lösungsansätze anderer Projekte in die Umsetzung des Siegerprojekts mit einfliessen werden. Involviert werden später wohl auch die SBB. Die Gemeinde Küsnacht bemüht sich zurzeit darum, das Areal seeseits des Bahnhofs, auf dem früher ein Güterschuppen stand, zu erwerben. Die Verhandlungen sind derzeit aber seitens der SBB sistiert.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch