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Witwe klagt gegen Gefängnisleitung

Die Frau eines verstorbenen Gefangenen zerrt die Leitung der Strafanstalt Pöschwies vor Gericht.

Von Fabian Boller Regensdorf – Der Krebstod eines verwahrten Gefangenen in der Regensdorfer Strafanstalt Pöschwies wird zum Fall für die Justiz. Die Witwe des mit 53 Jahren verstorbenen Mannes reicht Strafklage gegen die Gefängnisleitung ein. Laut der Interessengemeinschaft «IG Fair-wahrt» wurde dem kranken Gefangenen in dessen letzten Tagen keine Hilfe bei der täglichen Verrichtung gewährleistet. Zudem sei es zu Verzögerungen beim Transport ins Spital gekommen, weil die Kantonspolizei kein rollstuhltaugliches Fahrzeug besitze. Der Mann sei am 14. Oktober im Triemlispital verstorben, ohne dass sich seine Frau von ihm habe verabschieden können. Sie sei erst einen Tag später informiert worden. Gefängnisdirektor Ueli Graf wies gegenüber dem «Beobachter» die Vorwürfe zurück. Er räumt aber ein, dass es besser gewesen wäre, die Frau sofort nach der Überweisung ihres Mannes ins Spital zu informieren. Der verstorbene Gefangene sass in Haft, weil er mehrere Prostituierte und eine Taxifahrerin vergewaltigt hatte. Er litt an Knochenkrebs und erhielt Chemotherapien.

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