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«Wird eine Petarde gezündet, wird das Spiel abgebrochen»

Feuerwerk im Fussballstadion Nulltoleranz &endash aber sofort!, TA vom 5. November / Feuerunfall in der Zürcher Kurve, TA vom 4. November Teams in die Kabinen schicken. Ancillo Canepa ist ebenso ratlos wie die Funktionäre des Fussballverbands, wie das Problem in den Griff zu bekommen ist. Dabei gibt es eine einfache Lösung: Der Schiedsrichter hat jederzeit das Recht, ein laufendes Spiel &endash allenfalls nach einer ersten Verwarnung an die Adresse des Heimklubs &endash zu unterbrechen, wenn er aufgrund von brennenden Pyros oder Hooliganismus und Gewaltanwendungen dies als richtig erachtet. Der Schiedsrichter informiert die Stadion- und Klubverantwortlichen und schickt die Teams in die Kabinen. Das Spiel wird, sobald das Stadion geräumt ist, bei jenem Spielstand und in derjenigen Spielminute als «Geisterspiel» fortgesetzt, in der es unterbrochen worden war. Mit dieser Massnahme wird das Problem an der Wurzel bekämpft, ohne den sportlichen Wettbewerb zu verzerren. Die Selbstkontrolle unter den Fans wird gefördert. Die echten Fans, die ein Fussballspiel sehen wollen, werden kein Interesse daran haben, die Pyrofans, die ihnen das Spiel verdorben haben, zu schützen. Walter Stünzi, Horgen Polizei muss Fehlbare verhaften. Wie oft haben wir in der Diskussion um das Gewaltproblem in Schweizer Fussballstadien gehört, man dürfe Pyros nicht mit Gewalt gleichsetzen. Dies haben auch viele Fussballklubs gebetsmühlenartig immer wiederholt. Die Fans sprechen von Kultur. Und nun? Spätestens nach den Vorfällen vor dem Spiel zwischen Lazio und dem FCZ muss diese «Verniedlichung» von Pyros aufhören. Das Zünden dieser Fackeln verstösst gegen das Sprengstoffgesetz und ist strafbar. Pyros gefährden Menschen im Stadion. Das Verbot muss nun rigoros durchgesetzt werden: Wird eine Petarde im Stadion gezündet, wird &endash wie von GC schon gefordert &endash das Spiel sofort abgebrochen. Beide Mannschaften bekommen keine Punkte. Die Polizei muss endlich in die Fansektoren hinein und die fehlbaren Personen verhaften. Es braucht jetzt diese Nulltoleranzpolitik, ansonsten werden die Fussballstadien tatsächlich zu dauerhaften rechtsfreien Räumen. Pascal Merz, Sursee Petarden verbieten. Pyrotäter wird man nie los. Es ist die Anziehungskraft der Masse, die solche Leute ins Stadion lockt, ob sie dort simplen «Fun» suchen oder dumm und gewaltbereit agieren. Diese Täter, denen es nur in zweiter Linie um den Fussball geht, gehören bestraft. Aber gleichzeitig muss man endlich das Übel an der Wurzel packen: Das gefährliche Feuerwerk, die Waffe dieser verantwortungslosen Einzeltäter, gehört verboten. Warum kann man die 1000 Grad heissen Pyros sowie Knallkörper, die lebenslänglichen Gehörverlust verursachen, überhaupt im Laden kaufen? Die Zeiten sind doch längst vorbei, als verirrte Berggänger, um Rettung zu erhalten, Signalfeuer entzünden mussten. Sage mir jemand, warum solches die Gesundheit nachweislich gefährdendes Feuerwerk nicht längst unter Verkaufsverbot steht. Hier müssen Regierung und Politik handeln. Wenn Pyros und Knallkörper verboten sind, kann man auch das versteckte Mittragen unter Strafe stellen. Damit träfe man die Richtigen und nicht die echten Fussballanhänger wie bei Geisterspielen und die Klubs bei ruinösen Bussen. Alex Roth, Zürich Es geht nicht um Unfug. Peter Bühler bringts auf den Punkt: Nulltoleranz ist angesagt. Doch dann bin ich konsterniert, als ich lese: «Es gibt Leute, die um jeden Preis Unfug treiben wollen.» Diese Aussage macht Peter Bürki, FCZ-Sicherheitsbeauftragter. Wenn ein Security-Mann derartige notorische Vorkommnisse als Unfug betrachtet, dann sollte er seinen Job quittieren. Diese Aussage ist eine Aufforderung an alle Chaoten, einfach weiterzumachen. Der Duden bezeichnet Unfug unter anderem als «belästigendes, störendes Benehmen». Das wäre ja nicht weiter schlimm. Peter Junker, Herrliberg Nicht den FCZ bestrafen. Warum muss der FCZ bluten, wenn die Fans nicht einsichtig sind. Es gibt nur eines: Ticketverkauf nur gegen Personalien (persönlicher Stadionausweis), Aufhebung des Datenschutzes bei solchen Ereignissen, Schliessung des Stadions während der Woche. Ebenfalls müsste die rostige Umzäunung des Stadions Letzigrund hermetisch abgeriegelt werden, damit man nichts von aussen in das Stadion schmuggeln kann. An Spieltagen muss jeder und wirklich jeder, der ins Stadion will, abgetastet und müssen alle Taschen akribisch durchsucht werden. Wenn die wahren Fans gegen solche Massnahmen etwas haben, dann sollen sie das Fussballspiel zu Hause schauen. Thomas Stüssi, Zürich

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