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Wirbel um neuen Burghölzli-Chef

Zürich. - Seit Februar leitet Erich Seifritz am Burghölzli die Klinik für Affektive Erkrankungen und Allgemeinpsychiatrie Zürich-Ost. Als Nachfolger des bekannten Zürcher Psychiaters Daniel Hell steht Seifritz unter besonderer Beobachtung und ist denn auch bereits in die Schlagzeilen geraten: In einem Artikel der «NZZ am Sonntag» wurde ihm unterstellt, er wolle mit der therapeutischen Tradition der Klinik brechen und die Forschung auf Kosten der Patientenbehandlung ausbauen. Zudem habe er langjährigen Oberärzten nahegelegt, sich einen neuen Job zu suchen, weil sie den Nachwuchs blockierten.

Seifritz wurde vom Universitätsrat gewählt, er ist ordentlicher Professor für Psychiatrie. Der gebürtige Thurgauer hat sich gegen rund 40 Kandidaten, davon etwa zehn Prozent Schweizer, durchgesetzt. Der Lehrstuhl gilt als einer der begehrtesten in Europa. Seifritz: «Zürich ist mit Uni und ETH ein attraktiver Hochschulstandort, die neurowissenschaftliche Forschung hat hier viel Gewicht, und die psychologische Fakultät ist gross.» Der 47-jährige Seifritz war zuvor ärztlicher Direktor der Privatklinik Sanatorium Kilchberg. Er hat in Basel Medizin studiert, bildete sich an verschiedenen Kliniken der Schweiz weiter zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und forschte an der Basler Psychiatrischen Uni-Klinik in der Abteilung für Depressions- und Schlafforschung. Zwei Jahre hielt er sich als Forscher in den USA auf und war danach wieder in Basel als Oberarzt tätig. Von 2004 bis 2007 war er Vizedirektor der Psychiatrischen Uni-Klinik Bern. Von 200o bis 2006 hatte Seifritz eine Förderprofessur des Schweizerischen Nationalfonds inne. (an)

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