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«Wir müssen beim Neuaufbau mithelfen»

FlüchtlingspolitikTausende Tunesier fliehen nach Italien/Schweiz erwartet Flüchtlinge,TA vom 15. 2. Nicht egoistisch zurückschicken. Viele Menschen flüchten aus Tunesien ins «gelobte Land» Europa auf der Suche nach Glück, Wohlstand und Freiheit. Niemand kann es ihnen verübeln. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert verliessen Hunderttausende Deutsche ihre Heimat Richtung USA aus den gleichen Gründen. Nun stimmt es zwar, dass die jungen, gut Ausgebildeten gerade sie verlassen derzeit ihre Heimat in Tunesien gebraucht würden. Aber wir dürfen sie nicht aus egoistischen Gründen in ihr Heimatland zurückschicken, wo sie die Schar der Verbitterten nur erhöhen und den Radikalen ins Netz gehen würden. Europa vergreist. Wir brauchen tüchtige Leute aus aller Welt. Die EU und die Schweiz müssen nun mit aller Kraft den Aufbau demokratischer Strukturen in Nordafrika unterstützen, sich dort wirtschaftlich engagieren, damit es sich für die Menschen lohnt, in ihrer Heimat zu bleiben. Ein bestimmtes Kontingent von Nord- beziehungsweise Schwarzafrikanern sollte eine befristete Aufenthaltsgenehmigung erhalten, also etwa fünf Jahre bei uns bleiben dürfen. In ihre Heimat zurückgekehrt, könnten sie Botschafter europäischer Toleranz und Grosszügigkeit sein, antiwestliche Vorurteile in der islamischen Welt abbauen und mit dem in Europa verdienten Geld Jobs in der neuen, alten Heimat schaffen. Christian Fuchs, Gutenstetten Verhinderte Rückschaffungen. 2005 hat das Stimmvolk knapp dem Schengenabkommen zugestimmt. Vor der Abstimmung erklärte der Bundesrat, über Drittstaaten eingereiste Asylbewerber könnten dank dieses Abkommens in die entsprechenden Drittstaaten zurückgeschafft werden. Im Klartext, wir würden weniger von Flüchtlingen heimgesucht. Einmal mehr entpuppt sich die bundesrätliche Abstimmungspropaganda als falsch. Denn erstens will Bundesrätin Sommaruga nun über Griechenland eingereiste Flüchtlinge nicht zurückschaffen, da die dortigen Verhältnisse zu prekär seien. Zweitens ersuchte die UNO die Schweiz um die Aufnahme von 35 Kontingentsflüchtlingen, was Sommaruga bewilligte. Drittens liess sie Vorkehrungen treffen, damit Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlingsgruppen aus Nordafrika zur Verfügung stehen. Das ist für Nordafrikaner die klare Aufforderung, in die Schweiz zu flüchten, wo zum Nulltarif ein viel höherer Lebensstandard und erstklassige medizinische Versorgung auf sie warten. Nicht wenige von ihnen werden unsere Justiz und Fürsorge beschäftigen. Droht ihnen die Rückschaffung, helfen ihnen von unseren Steuergeldern bezahlte Anwälte jahrelang bis sie schliesslich aus «humanitären Gründen» aufgenommen werden. Wie lange soll dieser Unsinn noch dauern? Otto Weiersmüller, Uetikon Hoffnung Europa: Flüchtlinge aus Nordafrika im sizilianischen Hafen Ragusa.Foto: Key

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