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«Wir hätten sonst vor einem Scherbenhaufen gestanden»

Der Gemeinderat habe ein Zeichen für den Sport gesetzt, freut sich Sandro Stroppa, Präsident des FC Effretikon. Noch sei aber nichts gewonnen, mahnt er.

Nachgefragt Mit Sandro Stroppa sprach Jennifer Steiner Illnau-Effretikon – Mehrere Hundert Mitglieder der örtlichen Sportvereine boten den Gemeinderäten am Donnerstagabend vor dem Effretiker Stadthaus einen ungewöhnlichen, lautstarken Empfang. Mit Parolen und Transparenten wie «Wir wollen einen Kunstrasen!» und «Halle statt Regen» wollten sie die Politiker davon überzeugen, dass die Sportanlage Eselriet saniert und ausgebaut werden müsse. Über Grossbildschirme wurde die Debatte ins Foyer und in die Schalterhalle übertragen. Die Freude bei den Vereinsmitgliedern war gross, als nach einer vierstündigen Debatte feststand, dass die Vorlagen unverändert vors Volk kommen. Auch der Mitbegründer des Dachverbands der Illnau-Effretiker Sportvereine (DIES) und Präsident des Fussballclub Effretikon, Sandro Stroppa, zeigt sich erleichtert über das Ja des Gemeinderats. Herr Stroppa, wie geht es Ihnen nach dieser Parlamentsdebatte? Es geht mir sehr gut. Wir von den Illnau-Effretiker Sportvereinen sind glücklich, dass der Gemeinderat mit diesem Entscheid ein Zeichen für den Sport gesetzt hat. Sonst hätten wir vor einem riesigen Scherbenhaufen gestanden. Noch ist aber nichts gewonnen. Den definitiven Entscheid fällt die Bevölkerung am 13. Februar. Was beabsichtigten die Vereine mit ihrem Aufmarsch? Wir wollten zeigen, wie viele Leute für das Projekt einstehen. Die Vorlage für die Sanierung und den Ausbau des Eselriets hat eine lange Vorgeschichte: Immer wieder gab und gibt es Leute, die etwas zu bemängeln haben. Wir wollten nun ein klares Zeichen setzten, was uns auch gelungen ist. Mehrere Hundert Leute folgten dem Aufruf. War es leicht, so viele Sportfans zu mobilisieren? Als Präsident des Fussballclubs Effretikon versuche ich schon seit sieben Jahren, die Leute zu sensibilisieren. Ich freue mich, dass mittlerweile so viele Mitglieder Interesse zeigen und sich haben mitreissen lassen. Wie war die Stimmung unter den Zuschauern? Auf der Tribüne war die Stimmung sehr angespannt, die Nervosität gross. Der nur knapp abgelehnte Rückweisungsantrag der Geschäftsprüfungskommission war der erste Knackpunkt – dass die Abstimmung geheim abgehalten wurde, ein Frust für uns. Danach kam die zweite Knacknuss: Was, wenn nur die Überdachung des Eisfelds abgelehnt worden wäre? Doch auch dazu kam es glücklicherweise nicht. Es war eine lange und harte, aber jederzeit faire Debatte. Am Ende habe ich bei den Zuschauern wie auch bei vielen Parlamentariern eine grosse Zufriedenheit gespürt. Wie zuversichtlich sind Sie im Hinblick auf die Abstimmung im kommenden Februar? Ich bin optimistisch. Der Grosse Gemeinderat war wohl die grössere Hürde. In den nächsten Wochen geht es nun darum, die Leute zu mobilisieren. Ich bin aber sicher, dass die Einwohner sehen, dass die Vorlage eine wichtige und gute Sache ist – insbesondere für die Jugend von Illnau-Effretikon.

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