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Wenn Frau Fehr in die EU fährt

Seitenblick Auch Gemeindepräsidenten haben es nicht immer leicht. Vor geraumer Zeit beklagte das Neuhauser Gemeindeoberhaupt Schikanen durch deutsche Zollbeamte aus dem Norden. Jetzt hat es die Eglisauer Gemeindepräsidentin Ursula Fehr erwischt. Nachdem sie kürzlich in Jestetten in einer Apotheke einen Einkauf tätigen wollte, wurde sie vom deutschen Zollamt in Rafz gefilzt. Nicht die Medikamente waren das Problem, die hatte sie nämlich gar nicht gekauft. Jedoch entdeckte der strenge Wächter der Demarkationslinie zwischen Europa und Nichteuropa im Kofferraum der Bezirksrichterin sieben Ausgaben von Fehrs Buch «Schneckenfühler». Tatsächlich musste der Beamte feststellen, dass der Name der Autorin mit jenem auf ihrem Pass übereinstimmt. Und nicht nur das: Auf der Suche nach weiterer Schmuggelware fand der Herr in Grün im Kofferraum ein Plakat aus der Zeit des Wahlkampfs ums Gemeindepräsidium in Eglisau. Richtig: Das Bild war identisch mit der Frau, die vor dem Zöllner stand.Verwundert stellt er fest «das sind ja Sie!» Jetzt war ihm klar, dass er einen grossen Fisch an der Angel hatte. Das Resultat nach 40 Minuten Durchsuchung und Formularkrieg:35 Euro Strafgeld wegen unerlaubter Einfuhr von sieben Büchern. Angela Merkel kann das Geld gut gebrauchen für die Unterstützung der notleidenden EU-Staaten. Jetzt überlegt sich die Schmugglerin von Eglisau, ob sie in Zukunft am Schweizer Zollamt ihre Bücher bei der Einreise nach Deutschland ab- und bei der Rückreise in die Schweiz wieder einladen soll. Viel einfacher zu lösen wäre das Problem mit dem Beitritt der Schweiz zur EU. Dafür müsste Frau Fehr aber erst noch Krieg führen mit ihrem Ehegatten und SVP-Nationalrat Hans Fehr. Da ist der Formularkrieg mit dem Zöllner doch um einiges einfacher.(rrm)

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