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Warum nur Windows?

Jegenstorf kauft neue Computer für die Schule. Sie müssen unter dem Betriebssystem Windows laufen. Das gibt zu reden.

Jegenstorf kauft neue Schulcomputer – nicht irgendwelche, sondern Windows-PC. In der Ausschreibung steht klipp und klar: «Angebote aus der Apple Macintosh- und Opensource-Umgebung sind nicht zugelassen.» Auf den neuen Computern sollen zudem Microsoft-Office-Programme installiert werden. Das sorgt für Diskussionen. «Eine solche Ausschreibung ist – gelinde gesagt – äusserst heikel», sagt der Thuner EVP-Grossrat Marc Jost. «Die öffentliche Hand schliesst damit gezielt Anbieter aus.» Jost engagiert sich für Opensource-Software – also für Programme, die kostenlos benutzt und beliebig angepasst werden können. «Solche Programme sind prädestiniert für den Einsatz an Schulen.» Jegenstorf widerspreche mit der Ausschreibung dem vom Grossen Rat überwiesenen Vorstoss, wonach Opensource-Software im Bildungsbereich zu fördern sei. «Es ist noch nichts entschieden», glättet Heinz Rohrbach, der als Gemeinderat das Ressort Bildung betreut, die Wogen. Die Opensource-Vertreter seien eingeladen, im Rahmen der Fragerunde des Beschaffungsverfahrens die Anliegen einzubringen. Er gibt aber auch zu bedenken, dass die Schüler auf den Arbeitsalltag vorbereitet werden müssten. «Und dort sind Microsoft-Produkte weit verbreitet.» mbb>

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