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Vier Bands f?r ein Hallelujah

Der Eröffnungsabend der Winterthurer Musikfestwochen ist imposant.

von Dominik Dusek Pop Die Winterthurer Musikfestwochen von Mitte bis Ende August beharren auf ihrem Konzept, und sie tun das auf unaufgeregte Weise. Da mag seit letztem Jahr auch das nahe Schaffhausen ein Altstadt-Popfestival veranstalten, da mag das Zurich Openair knallig um Aufmerksamkeit werben &endash die Winterthurer setzen auf Kontinuität mit einigen sachte angebrachten Änderungen im Detail. Auch 2011 besteht der neun Tage lange erste Teil aus Gratis-Konzerten auf zwei Bühnen. Gerade hier kann sich das Winterthurer Programm sehen lassen: Mit Whomadewho aus Dänemark wird die vermutlich einfallsreichste aller Disco-Rock-Bands aufspielen, mit PVP die Stamm-Crew des Berner Rappers Greis, mit Anna Calvi eine gerade live viel bejubelte neue Könnerin des düsteren Liedguts. Eindrücklich geriet der Eröffnungsabend, mit vier Stationen, die alle ein starkes eigenes Profil aufweisen.Iron and Wine sind die Headliner, also der geistig rege Americana-Sänger Sam Beam, dessen jüngste Platte eine gelungene Übung in Synthetik und üppigen Arrangements ist. Panteón Rococo werden ihren Ska-Rock gewohnt verlässlich in die Menge peitschen, Fai Baba wird seinen wirbeligen Sumpf-Blues nun auch nach Winterthur tragen. Und dann sind da noch Guillemots aus England. Man merkt ihnen an, dass es im Land der Beatles gerade als Jungstars nicht leicht ist, die Tradition zu wahren, also experimentell und gleichzeitig melodisch leicht zu sein. Uneitel kann man Sänger Fyfe Dangerfield auch nicht nennen, aber trotzdem verbirgt sich im artifiziellen, mal euphorischen, mal episch-melancholischen Indiepop der Guillemots der eine oder andere musikalisch hochfliegende Moment. Zwischen Pathos und Knalltütigkeit: Guillemots. Eintritt frei Iron & Wine, Guillemots: Steinberggasse Panteón Rococo: Kirchplatz, Fai Baba: Albani

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