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Viel Lärm um den Verkehr in Pfäffikon

Die Stimmbürger müssen heute Abend entscheiden, ob sie den Schlussbericht zum Verkehrskonzept und den Nachtragskredit genehmigen.

Von Annamaria Ress-Karl Pfäffikon – Die heutige Gemeindeversammlung wird wohl nicht ganz harmonisch über die Bühne gehen. Das Verkehrskonzept und der zweite Nachtragskredit sind von diversen Parteien kritisiert worden. Vier Jahre lang wurde am Konzept gearbeitet. Die Arbeitsgruppe unter der Leitung von Gemeinderat Martin Hirschi (FDP) hat dafür 422 300 Franken statt der bewilligten 230 000 Franken ausgegeben. Die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich will derzeit nur die Variante 0+ weiterverfolgen. Diese sieht eine Westtangente vor, welche den Verkehr statt über die Uster- über die Witzberg-/Kempttal-/Hochstrasse führt. Dies wird zu einer zusätzlichen Belastung der Verkehrsachse führen. Im Vergleich zu den anderen Varianten zur Entlastung des Dorfzentrums hat diese jedoch die günstigsten Verhältnisse zwischen Kosten und Wirksamkeit. Die EVP teilt in ihrer Mitteilung mit, sie stimme zwar dem Schlussbericht zum Gesamtverkehrskonzept zu, erachte jedoch die Realisierung der Westtangente für Pfäffikon als nicht sinnvoll. Die SVP lehnt den Schlussbericht klar und deutlich ab. Zudem moniert die Partei, die «massive und verantwortungslose» Budgetüberschreitung müsse aufgearbeitet werden. Es dürfe zudem nicht akzeptiert werden, «dass mit Steuergeldern so inkompetent umgegangen» werde. Auch die Grüne Partei Pfäffikon lehnt sowohl den Schlussbericht als auch die Abrechnung der Arbeiten der Arbeitsgruppe Verkehr ab. SP will zurückweisen Die SP geht noch weiter. Sie will den Schlussbericht zurückweisen und beanstandet sowohl die Kreditüberschreitung wie auch die Variante 0+, die nicht gestrichen worden sei. Die örtlichen Grünliberalen fordern, dass der Vollausbau der Westtangente aus dem Massnahmenkatalog gestrichen wird. Die Westtangente bringe für Pfäffikon keine Entlastung. Der Pfäffiker Gemeinderat erklärt die Budgetüberschreitung vor allem mit einer viel zu optimistischen Budgetierung, wie er in seiner Weisung zur heutigen Versammlung schreibt. Ausserdem hätten verschiedene Aufwendungen am Anfang noch gar nicht abgeschätzt werden können. Geld für die Werke Weiter steht auf der umfangreichen Traktandenliste der Gemeindeversammlung der Voranschlag 2011 mit einem Steuerfuss von 114 Prozent (siehe Kasten). Vorgelegt wird auch die Anpassung von fünf Verordnungen. Ausserdem befinden die Stimmberechtigten über ein Darlehen von 12 Millionen Franken an die Gemeindewerke. Grund für den Darlehensvertrag ist die Ausgliederung der Gemeindewerke in eine öffentlich-rechtliche Anstalt. Per Ende letzten Jahres hatte die Gemeinde Pfäffikon bereits Fremdkapital von rund 9 Millionen Franken an die verschiedenen Spezialfinanzierungsbereiche der Gemeindewerke ausgeliehen, wobei kein formeller Darlehensbeschluss und -vertrag notwendig gewesen war. Die Gemeindeversammlung findet heute Abend um 20 Uhr in der reformierten Kirche statt.

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