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Überdachung ist zwingend

Ein Sportanlagen-Experte hält das Projekt zur Eselriet-Sanierung nur mit Überdachung für sinnvoll.

Der Sozialwissenschafter aus Illnau-Effretikon arbeitet als Direktionssekretär des Sportamts der Stadt Zürich. Bis im Sommer 2010 war er der stellvertretende Leiter der Fachstelle Sport des Kantons Zürich und arbeitete dort massgeblich am kantonalen Sportanlagenkonzept mit, das der Regierungsrat 2007 festgesetzt hat.(TA) Von Anna E. Guhl Illnau-Effretikon – Gute Sportanlagen sind solche, die dem Vereinssportler als auch dem Einzelsportler etwas bieten und allgemein zugänglich sind. Das ist die Meinung von Stephan Wild-Eck. Der 47-jährige Experte für Sportanlagen, der mit seiner Familie seit 1995 in Illnau-Effretikon wohnt, hat die Vorlage zur Sanierung der Sportanlage Eselriet genau studiert: Das Projekt sei zweckmässig und dringend, findet er. Es handle sich nicht um Luxus. Die Variante mit Überdachung beurteilt er sogar als zwingend. Das Eselriet ist im kantonalen Sportanlagenkonzept als Teil der Standortregion Winterthur und Umgebung mit der Güteklasse «regional» aufgeführt. Diese Auflistung bedeutet unter anderem privilegiert Anrecht auf Unterstützung von Geldern aus dem kantonalen Sportfonds. Das wird auch bei der anstehenden Sanierung der Fall sein, die 21 Millionen Franken kosten soll. Mehrere Sportarten Dass das Eselriet ein Freibad, eine Eisbahn, Fussballplätze und eine Minigolfanlage umfasst, ist aus der Entstehungsgeschichte erklärbar. Die Sanierung des Hallenbads stand nie zur Debatte und tut es aus finanziellen Gründen auch heute nicht. Die nächsten Bäder sind in Dietlikon, Uster und Winterthur zu finden. Vier Anlagetypen am gleichen Standort hält Wild wegen der Synergien für sinnvoll. Dabei denkt er nicht in erster Linie an den Energiebereich, sondern an die Betriebstechnik und -abläufe. Wild-Eck gibt zu bedenken, dass der allfällige Rückbau der Anlage teuer zu stehen käme, falls die Sanierung abgelehnt würde. Er schätzt die Kosten auf eine Million Franken. «Die vorgesehene Überdachung des einen Eisfelds bringt Illnau-Effretikon einen hohen Mehrwert», sagt Wild: längere Betriebszeiten und eine verlässlichere Nutzung. Die Eishalle werde nie leer stehen. Ausserdem weist er darauf hin, dass die Energiekosten um zwanzig Prozent sinken würden. Dies hätten Erfahrungen mit vergleichbaren Anlagen ergeben. Gut findet Wild-Eck, dass das zweite Eisfeld im Eselriet kein Dach bekommen soll. Nicht alle Eisläufer frönen ihrem Sport gerne in der Halle. Nutzungssicherheit bietet auch der Fussball-Allwetterplatz. Wegen der Lage des Eselriets hält Wild-Eck den Kunstrasenplatz für besonders richtig. Der Kunstrasen lässt die Schneeräumung zu und kann selbst bei nassem Wetter stärker beansprucht werden. Für Wild-Eck ist das Eselriet ein wichtiger Faktor für die Standortattraktivität.

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