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Trotz Grosserfolg Defizit eingefahren

Trotz überdurchschnittlicher Besucherzahlen schrieb die Sommeroper Selzach ein Defizit von 66'000 Franken.

Sie war eine der bestbesuchten Produktionen in der zwanzigjährigen Geschichte der Selzacher Sommeroper. Über 7000 Besucherinnen und Besucher sahen sich letztes Jahr im Passionsspielhaus die Aufführungen von Donizettis Oper «Viva la Mamma» an.

Dennoch vermochten die Einnahmen die Ausgaben nicht zu decken. Bei der Schlussabrechnung bleibt ein Defizit 66'848 Franken zurück. Beim Budget war die Produktionsleitung gar noch von einem Defizit in der Höhe von 121'000 Franken ausgegangen.

Darlehen gewährt

Damit die ausstehenden Verpflichtungen gedeckt werden konnten, hat der Verein Passionsspielhaus Selzach – als Eigentümer des Passionsspielhauses – dem Trägerverein ein Darlehen in der Höhe des Defizits gewährt. Doch nicht genug, damit. Der Verein erliess zudem die Hausmiete, die im Budget noch mit 20'000 Franken veranschlagt war.

Es sei aber nicht so, dass die Sommeroper Selzach irgend jemanden Geld schuldig geblieben sei, erklärte gestern Ulrich Bucher auf Anfrage. Der Kantonsrat und ehemalige Gemeindepräsident von Zuchwil hatte Anfang Juli das Präsidium des Trägervereins der Sommeroper übernommen. Bucher löste Urs Jäggi ab, der drei Jahre gleichzeitig Präsident, Produktionsleiter und Finanzchef des Vereins war. Gestern war Jäggi für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Er ist im Verein weiterhin in beratender Funktion und als «Infoträger» tätig.

Werbekosten zu hoch

Bucher nennt als Grund für das Defizit, die Finanzierung sei eine »Gleichung mit mehreren Unbekannten gewesen«. Insbesondere die Werbekosten sind aus dem Ruder gelaufen. Dort wurden die Budgetvorgaben um rund 73'000 Franken überschritten. Deshalb müsse man künftig »konzeptionell aufpassen«, so Bucher, ohne genauer ins Detail zu gehen. Die Vorgaben jedoch sind klar. Bei den nächsten Produktionen müssen Gewinne erwirtschaftet werden. Bucher geht davon aus, dass nach zwei, allerhöchstens drei Opernproduktionen das Darlehen zurückbezahlt sein wird.

Die nächste Sommeroper – Rossinis »Die Italienerin in Algier« – wird ab 30. Juli 2010 zu sehen sein. Zum 20-jährigen Bestehen der Sommeroper findet zudem am kommenden 11. September ein Jubiläumsanlass statt. Unter dem Titel »die Promenade der Hängengebliebenen wird eine Installationen mit Musik, Licht, Text und Figuren von Schang Hutter dargeboten.

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