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Titel (max. 2-zeilig) TitelBauarbeiten an der Kläranlage kosten Oetwil 5 Millionen

Oetwil am See und Egg stimmen am 26. September über den Ausbau und die Sanierung der gemeinsamen Kläranlage ab.

Von Eduard Gautschiund Raphael Briner Oetwil – Der Zweckverband ARA Egg-Oetwil am See betreibt am Mülibach in Esslingen seit 1969 eine zentrale Abwasserreinigungsanlage für beide Gemeinden. 1982 erfolgte die Inbetriebnahme einer Abwasserfiltration, 1989 entstand ein Gesamtausbau. Zusätzliche Anpassungen für die Schlammstapelung, Fällungsanlagen und diverse Renovationsarbeiten fanden in den Jahren 1996, 2000 und 2001 statt. Seit einigen Jahren stösst die Anlage an ihre Kapazitätsgrenzen. Dies wurde in einer externen Betriebsanalyse 2004 festgehalten. Die erforderliche Reinigungsleistung erreichte sie wegen Überbelastung nur noch knapp. Das Bevölkerungswachstum liess die Abwassermenge ansteigen, zudem haben Teile der Anlage das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Eine Sanierung, verbunden mit einem Ausbau der Kapazitäten, drängt sich auf. Neue Anlage genügt bis 2025 Ein Projektierungskredit wurde genehmigt und ein Ausbaukonzept erstellt. Es sieht vor, dass die ganze Anlage generalüberholt wird. Die biologische Reinigungsstufe wird ausgebaut und auf den neusten Stand gebracht. Im Weiteren wird das Betriebsgebäude erweitert, um für einen neuen Abwasserfilter Platz zu schaffen. Die Installationen werden ersetzt oder überholt, das Prozessleitsystem mit allen Steuerungen und Verteilanlagen ausgetauscht. Kosten soll dies alles 13,6 Millionen Franken. Die Bauerei soll 2011 beginnen und drei Jahre dauern. Die ARA in Esslingen wird den Betrieb währenddessen aufrechterhalten. Dank den Investitionen, die zu 63 Prozent von Egg und 37 Prozent von Oetwil (5 Millionen) getragen werden, kann die Belastungsgrenze, die heute mit 13 000 Einwohnern überschritten wird, auf 17 000 Einwohner erhöht werden, was bis 2025 genügen sollte. Am bisherigen System der Abwasserreinigung mit Klärschlamm und Filtration wird festgehalten. Gebühren werden erhöht Obwohl sich die reinen Betriebskosten durch den Ausbau nur unwesentlich von 460 000 auf 480 000 Franken pro Jahr erhöhen, steht den Oetwilern eine Erhöhung der Gebühren ins Haus. Der Abwassertarif steigt von derzeit Fr. 1.80 pro Kubikmeter Wasser auf Fr. 2.70. In der Informationsbroschüre zur Vorlage heisst es, dieser Wert liege im Rahmen der umliegenden Gemeinden. Zudem gehöre der jetzige Tarif zu den tieferen im Kanton. Das Projekt findet die Zustimmung der Oetwiler Parteien. Die FDP hat zwar keine offizielle Parole zur Abstimmung gefasst. Präsident Raymond Junet sagt auf Anfrage aber, er persönlich sei für die Vorlage. Dies entspreche der mehrheitlichen Meinung in der Partei. Gleich tönts bei der SVP und der CVP: Kein formeller Beschluss in der Sache, aber Zustimmung durch das Parteivolk. Sepp Diethelm, Präsident der CVP, erklärt allerdings, man sei davon überrascht worden, dass die Gebühren stiegen. Die SP sagt gemäss Präsidentin Regula Johanni ebenfalls Ja.

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