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Thalwil gewinnt hart geführten Cup-Fight

In einem packenden und intensiv geführten Cup-Fight setzte sich Thalwil gegen Küsnacht 1:0 durch. Das Seederby war ein echter Rivalenkampf.

Fussball. - «Noch sechs Minuten», ruft der Schiedsrichter in Richtung der beiden Trainerbänke und zeigt beidhändig die Nachspielzeit des Cupspiels der 2. Vorrunde an. Dies bedeutet: Noch sechs Minuten Zittern für Thalwil, noch sechs Minuten Hoffen für Küsnacht. Am Resultat änderte sich aber nichts mehr. Thalwil steht mit dem 1:0 gegen Küsnacht im Duell zweier Klubs aus der 2. Liga interregional in der 3. Vorrunde des Schweizer Cups. Die verhältnismässig lange Nachspielzeit war auf die vielen Unterbrüche in der zweiten Halbzeit zurückzuführen. Ein eigentlicher Spielfluss wollte nach der Pause nicht mehr aufkommen. Dafür häuften sich auf dem Rasen die nicht immer fairen Rencontres. So schied auf Seiten der Thalwiler Michael Will in der 70. Minute verletzt aus. Sein Ausfall schwächte die Gastgeber im Mittelfeld merklich. Die Gangart wurde nach dem rüden, vom Schiedsrichter nicht geahndeten Foul gegen Will noch härter, das Spiel entwickelte sich zu einem echten Cup-Fight. Als die Fetzen flogen In der 74. Minute gerieten sich Thalwils Spieler-Trainer Jérôme Oswald und Küsnachts Toni Dupovac in die Quere. Beide Streithähne überschritten die Grenze der Fairness. Der Schiedsrichter liess es aber bei Gelb für Dupovac bewenden. «Claudio, hör uf», schrien die Thalwiler keine sechzig Sekunden später, als Mittelfeldspieler Claudio Attademo grundlos den Ellbogen gegen einen Küsnachter ausfuhr - Attademo hatte Glück, dass der Schiedsrichter seinen Ausraster nicht gesehen hatte. Zur Abkühlung wechselte Oswald den Hitzkopf umgehend aus. «Da waren zwei Rivalen am Werk», sagte Oswald nach dem Spiel lakonisch. Er sei in der strittigen Szene in der 74. Minute von Dupovac provoziert worden und habe sich nur gewehrt. «Beide Teams wollten unbedingt in die 3. Cuprunde. Wir sind glücklich, es geschafft zu haben.» Beim Verlierer war die Enttäuschung über das Ausscheiden gross. «Wir wollten endlich mal im Cup für Aufsehen sorgen», sagte Küsnachts Spieler-Trainer Andreas Bockaj niedergeschlagen. «Unser Einsatz wurde aber nicht belohnt.» Wie die beiden Spieler-Trainer auf dem Platz ans Werk gingen, hätte unterschiedlicher nicht sein können. Hier Abwehrchef Oswald, der laute Kommandos erteilte, seine Spieler anfeuerte und ihnen gegen Schluss fast in jeder Aktion befahl, was sie zu tun hatten - dort Bockaj, im Mittelfeld die Ruhe selbst, der keine Hektik aufkommen liess und es bei einigen kurzen Anweisungen an seine Teamkollegen beliess. Innerhalb ihrer Mannschaft gehörten beide Akteure zu den Leistungsträgern. Torschütze Reiffer der Beste Den goldenen Treffer erzielte Philipp Reiffer schon in der 13. Minute. Der Linksfuss war mit einem Freistoss seitlich von der Strafraumgrenze ins nahe Eck erfolgreich. Reiffer hatte auch bei allen übrigen guten Aktionen der Thalwiler seine Füsse im Spiel. Auf dem Weg in die 1. Cup-Hauptrunde, in der die Klubs aus der Super League und Challenge League ins Geschehen eingreifen, hat Thalwil nur noch eine Hürde zu überspringen. Nächster Gegner ist Zweitligist Subingen (2:0 gegen Stäfa). Das Spiel findet am Dienstag oder Mittwoch nächster Woche beim Zweitligisten statt.

Kampf um jeden Ball: Thalwils Nino Castellana (grün-weiss) im Duell mit dem Küsnachter Roger Fegble.

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