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Tankstellenshops Neue Lösungen gesucht

Spätestens um 23 Uhr müssen die Pächter von Tankstellenshops jeweils die Kühltruhen mit Cervelats oder Tiefkühlpizza abdecken, wenn sie ihr Geschäft nicht schliessen wollen; diese Produkte entsprechen gemäss Eidgenössischem Arbeitsgesetz keinem Grundbedürfnis von Reisenden und recht-fertigen es somit auch nicht, dass Angestellte dafür nachts arbeiten müssen. Kaffee, Sandwiches oder Schokolade hingegen dürfen dieselben Angestellten auch nach 23 Uhr verkaufen, denn diese gelten für Reisende als unentbehrlich. Diese Regelung erscheint dem Zürcher Regierungsrat nicht besonders praxistauglich. Auf ein Postulat der Kantonsräte Gabriela Winkler (FDP) und Arnold Suter (SVP) hin ist er deshalb an das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) gelangt und fordert eine Praxisänderung. Er schlägt vor, dass künftig die Grösse der Tankstellenshops und nicht mehr das Sortiment für dieÖffnungszeiten bestimmend ist. Betriebe, die kleiner sind als 200 Quadratmeter, sollen selber bestimmen können,was sie ausserhalb der regulärenÖffnungszeiten verkaufen wollen. «Mit der Grössenbeschränkung geht auch eine gewisse Sortimentsbeschränkung einher», begründet der Regierungsrat in seinem Schreiben an das Seco. Zudem würden Tankstellenshops ohnehin sogenannte «schnelldrehende Produkte» anbieten, die von der Kundschaft auch tatsächlich nachgefragt würden. Ergebnisse liegen allerdings noch keine vor. Seco-Sprecherin Antje Baertschi bestätigt lediglich, dass Gespräche mit dem Kanton Zürich in Gang sind. Sie gibt zu bedenken, dass die Forderung nur umgesetzt werden kann, wenn eine Verordnung zum Arbeitsgesetz revidiert wird, was zurzeit aber nicht vorgesehen ist. (jho)

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