Zum Hauptinhalt springen

Start in ein neues Zeitalter

Die Namen der Spielerinnen sind fast die gleichen – der Vereinsname aber ist neu: Aus Rot-Schwarz ist Thun Frauen geworden.

Der 19. Mai 2009 ist ein sporthistorisches Datum für den Thuner Frauenfussball: Rot-Schwarz hat an diesem Tag den Ligakonkurrenten Schlieren im Cupfinal im Berner Stade de Suisse mit 8:0 Toren vom Feld gefegt. Erstmals in ihrer Vereinsgeschichte konnten die Oberländerinnen damit einen nationalen Titel erringen. Drei Wochen später wurde auch noch der NLA-Ligaerhalt realisiert. Nach einer fast aussichtslosen Tabellenlage bei der Winterpause, setzten die Thunerinnen in der Rückrunde zu einer grossen Aufholjagd an.Gezielte Verstärkungen machten diese Erfolge erst möglich: Nora Häuptle (Twente Enschede), Kristina Sundov und Martina Grob (beide Zuchwil 05) stiessen während der Winterpause zu den Thunerinnen. Die Nationalspielerin Häuptle brachte Stabilität in die Hintermannschaft, Grob verstärkte das Mittelfeld und Sundov sorgte zusammen mit der Topskorerin der Liga, Ana Crnogorcevic, für die wichtigen Tore. Neuer VereinsnamenDer Monat April 1978 war schon viel früher zu einem anderen historischen Datum für den Verein Rot-Schwarz geworden: die Frauenabteilung wurde ins Leben gerufen. Nun, 31 Jahre später, erfolgt die Abspaltung von Rot-Schwarz. Das NLA-Frauenteam und die U18-Juniorinnen (neu FC Thun/Berner Oberland-Worb) wurden von der FC Thun AG übernommen. Damit können die Frauen von der vorzüglichen Infrastruktur des FC Thun profitieren. Beispielsweise finden die Heimspiele nicht mehr wie bisher auf dem Sportplatz Burgerweg, sondern im Thuner Stadion Lachen statt.Überhaupt startet die Nationalliga A der Frauen in ein neues Zeitalter. Viele frühere Vereinsnamen, wie Seebach, Concordia, Schwerzenbach, Root, FFC Bern oder Rot-Schwarz existieren auf der aktuellen Fussballkarte nicht mehr. Die Frauenteams heissen ab der neuen Saison: FC Zürich Frauen, FC Basel, Grasshopper Club, Kriens, BSC Young Boys und FC Thun Frauen. Jean-Luc Teyssier, der eine weitere Saison das Traineramt ausübt, traut seinem Team zu, dass es sich im gesicherten Mittelfeld positionieren kann. «Mit dem Abstieg wollen wir diesmal nichts zu tun haben», sagt er. Viel hängt aber auch diese Saison von den Teamstützen ab: So von Nora Häuptle, der Abwehchefin, Samira Susuri, der Passgeberin im Mittelfeld und von Kristina Sundov sowie Ana Crnogorcevic, der beiden Stürmerinnen. Natürlich ist auch der erneute Cupsieg wieder ein Saisonziel der Thunerinnen.Peter Voegeli>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch