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Sieben neue Bergführer

30 neue Schweizer Bergführer – davon sieben Berner Oberländer – nahmen gestern in Grindelwald

Nur für einen kurzen Augenblick zeigte sich das Schreckhorn zwischen den Nebelschwaden, und auch die Jungfrau und das Tschingelhorn grüssten kurz aus der Ferne: Auf der vernebelten Aussichtsterrasse des Berghauses First auf 2200 Meter über Meer nahmen gestern 30 frischgebackene Bergführer aus allen Regionen der Schweiz ihr Diplom entgegen. Dabei stellte der Kanton Wallis mit acht neuen Berufsleuten die zweitgrösste Delegation hinter den Bernern mit neun Diplomanden; sieben davon stammen aus dem Berner Oberland. Emanuel Schläppi als Präsident der Gastgebergemeinde Grindelwald führte den neuen Bergführern vor Augen, wie wertvoll ihre Arbeit nicht nur für ihre Gäste in den Bergen ist, sondern auch für die Bevölkerung: «Wir in Grindelwald sind das beste Beispiel für aus den Bergen drohende Naturgefahren. In dieser Hinsicht seid ihr für uns immer wieder unentbehrliche Ratgeber.» «Wir haben im Vorfeld darüber diskutiert, ob wir die Diplomfeier wegen unseres vor wenigen Tagen tödlich verunglückten Kameraden Res von Känel verschieben sollten», erklärte Erich Sommer, Technischer Ausbildungsleiter der Schweizerischen Bergführerverbandes. «Wir kamen zum Schluss, dass es ganz sicher im Sinne von Res gewesen wäre, wenn wir die Brevetierung plangemäss durchführen.» So ging denn Sommer auch auf die tragischen Verluste seiner drei Bergführerkollegen innerhalb nur eines Jahres – Toni Kehrli, Vincent Theler und Res von Känel – ein: «Wir sind sehr traurig und aufgewühlt. Aber wir müssen in unserem Beruf mit diesem Restrisiko leben.» Und Markus Weber als Präsident des Bernischen Bergführerverbandes beglückwünschte die 30 Diplomanden zu ihrem Mut, diese grosse Herausforderung und Verantwortung anzunehmen.Einer der sieben Oberländer Bergführer ist Teddy Zumstein. Und auch er weiss um die Gefahren seines neuen Berufest: «Solche Todesfälle sind sehr tragisch. Aber damit müssen wir leben und umgehen können.» Bruno Petroni >

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