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Sie kam als Zuschauerin und ging als Kandidatin

Die Ustermerin Flora Makaya Yavwa sang sich bei «Die grössten Schweizer Talente» in die Herzen der Zuschauer und der Jury.

Mit Flora Makaya Yavwa sprach Jennifer Steiner Uster – Flora Makaya Yavwa sorgte bei der Castingshow «Die grössten Schweizer Talente» (DGST) für ein unerwartetes Highlight. Mit Whitney Houstons Ballade «I will always love you» verzauberte die gelernte Coiffeuse, die mit ihrem Mann Timothy und ihrer einjährigen Tochter Anisha in Uster wohnt, das Publikum und die Jury. Ob die gebürtige Angolanerin mit der souligen Stimme eines der begehrten Halbfinaltickets ergattern kann, erfahren die TV-Zuschauer morgen Samstag. Hand aufs Herz: Wie kommt es, dass jemand mit einer solchen Stimme bei einer Castingshow nur im Publikum sitzt? Ganz einfach, ich habe DGST dank einem Freiticket mit zwei Freunden besucht. Aber es stimmt schon: Ich hatte in den letzten Monaten immer wieder mit dem Gedanken gespielt, mich für das Casting anzumelden. Aber ich habe mich nicht getraut. . . . und plötzlich standen Sie dennoch auf der Bühne. Genau, es war eigentlich ein Zufall. In der Aufzeichnungspause gibt es ein Warm-up mit den Zuschauern. Der Animateur wollte wissen, ob jemand im Publikum singen kann. Da hat meine Kollegin auf mich gezeigt. Mir wurde das Mikrofon hingehalten, und ich sang ein paar Töne. Daraufhin haben mich die Moderatoren auf die Bühne geholt. Einige Tage später gingen Sie als Kandidatin den offiziellen Weg. Wie erlebten Sie Ihren Auftritt? Ich wollte «I will always love you» von Whitney Houston schon immer einmal vor einem grossen Publikum singen. Ich habe das Lied meiner vor sieben Jahren verstorbenen Mutter gewidmet. Vor meinem Auftritt war ich sehr aufgeregt, auf der Bühne war die Nervosität dann aber plötzlich weg. Das Gefühl danach war unbeschreiblich. Ich habe mit den Tränen gekämpft, konnte sie aber fast nicht zurückhalten – so emotional war es. Wie hat sich Ihr Leben in den vergangenen Wochen verändert? Ich kann das alles noch gar nicht richtig glauben. Alles was seither passiert ist, ist manchmal wie ein Traum. Immer wieder schaue ich mir deshalb das Video des Auftritts an. Meine kleine Tochter zeigt jeweils mit dem Finger auf den Bildschirm und sagt erstaunt: «Mama im Fernsehen.» Dann weiss ich, dass es Realität ist. Was erhoffen Sie sich von «Die grössten Schweizer Talente»? Mein Wunsch ist, noch mehr Leute mit meiner Stimme zu erreichen und ihnen eine Freude zu bereiten. Nach meinem Auftritt kam eine alte Frau zu mir und hat sich bedankt. Solche Feedbacks sind unbezahlbar. Nur wenige Casting-Teilnehmer schaffen tatsächlich den Durchbruch. Was, wenn es nicht klappt? Ich kann nicht sagen, ich sei die Beste. Aber ich kann sagen, dass ich gewinnen will – wie alle anderen Kandidaten auch. Doch egal, wie es herauskommt, das Singen werde ich sicher nie aufgeben. Seit ich fünf Jahre alt bin, ist es ein wichtiger Teil meines Lebens.

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