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Senioren-Curlerin aus Richterswil strebt nach WM-Gold

Die Richterswilerin Silvia Schrader vertritt an der Curling-WM der Seniorinnen in den USA die Schweizer Farben.

Von Ueli Zoss Richterswil/Wädenswil – «Unsere Männer lassen wir zu Hause», sagt Silvia Schrader lachend. «Die brauchen wir diesmal nicht.» Sie sucht zusammen mit ihren Reisebegleiterinnen in den USA weder Ruhe vom Alltagsstress, noch wird sie sich um Sehenswürdigkeiten kümmern. «Höchstens die Zeit zu einer Shoppingtour nehmen wir uns.» Schrader spielt in den kommenden zwei Wochen für die Schweiz an der Curling-WM der Seniorinnen. Um die Medaillen wird vom 15. bis 23. April in Saint Paul im US-Bundesstaat Minnesota gekämpft. Platz im Reisegepäck fanden auch fünf Berner Trachten – je eine für jede Spielerin –, die Schrader eigens für den US-Trip gemietet hat. «Am Tag der Schlusszeremonie werden wir die Trachten tragen. Ein bisschen Swissness gehört dazu.» Auch Präsente für die Gegnerinnen in Form von Glarner Tüechli hat sie bei sich. Auf dem Eis wollen die Schweizerinnen aber keine Geschenke verteilen: «Unser Ziel ist die Goldmedaille», sagt Schrader bestimmt. Zu den Stärken des Teams sagt sie: «Die Harmonie stimmt, und uns macht Curlingspielen einfach Freude.» In einer Round Robin spielt die Schweiz gegen Top-Teams wie Kanada, Schottland, Schweden, Russland, Japan oder die USA – jeder trifft auf jeden. Verband bezahlt Flug und Hotel Schrader erreichte die WM-Teilnahme dank einer Doppellizenz. Eigentlich spielt sie für den Curling-Club Wädenswil-Zimmerberg. In dieser Saison verstärkt sie aber auf Wunsch von Skip Chantal Forrer den CC Thurgau. Der Mehraufwand lohnte sich: An den Schweizer Meisterschaften der Seniorinnen in Bern resultierten für Schrader und Forrer sowie für Rita Joller, Ursi Miller und Ersatzspielerin Esther Gemperli Rang 4. Das WM-Ticket lösten sie an der Ausscheidung Ende Januar in Wetzikon. Vom Schweizerischen Curlingverband gabs an der Siegerehrung Blumen. Der Verband stattete die WM-Teilnehmerinnen zudem mit einem rot-weissen Spieltenü aus, bezahlte die Flugtickets und Hotelkosten. Als eines der letzten Teams konnten die Schweizerinnen im Zentrum von Saint Paul noch Zimmer zum Vorzugspreis von 89 Dollar reservieren.Pfändungsbeamtin Schrader reichte bei ihrem Arbeitgeber, dem Betreibungsamt Wädenswil, zwei Wochen Urlaub ein. Die Bürokolleginnen und -kollegen werden der Mitarbeiterin die Daumen drücken. Die Titelkämpfe sieht sie als Ansporn für alle Sporttreibenden: «Auch im Breitensport, wie ich ihn betreibe, sind solche Highlights möglich.»Das WM-Abschlussbankett mit Dinner und DJ geht an der Riverfront von Saint Paul über die Bühne. Wer nicht auf der Gästeliste steht, bezahlt 50 Dollar Eintritt. Ein Dresscode besteht nicht. Die Schweizer Frauenreisegruppe wird ihre Trachten tragen. Am liebsten wäre Schrader, die WM-Goldmedaille würde das gute Stück schmücken. Silvia Schrader.

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