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Schweiz und EU Für EU-Präsident Van Rompuy ist der bilaterale Weg eine Sackgasse, TA vom 17. Juli

Schweiz und EU Für EU-Präsident Van Rompuy ist der bilaterale Weg eine Sackgasse, TA vom 17. Juli Was kostet der EU-Beitritt? Van Rompuy ist schlau. Ein Nettozahler Schweiz wäre der angeschlagenen EU viel lieber als neue Verträge. Die EU-Kasse ist leer. Nun bleibt die Frage, was uns ein Beitritt kostet und wie hoch die Folgekosten sind. Die Bürokratie Brüssels ist sehr aufwendig, und die Gehälter der Funktionäre gehören zu den besten. Für die Politiker geht es hauptsächlich um zusätzliche Pfründen, die alle vom Volk zu bezahlen sind. Ich hoffe, dass die EU-Gegner wach werden und dem Volk vorrechnen, was ein Beitritt kostet. Unsere Demokratie wäre zudem teilweise im Eimer, und der Frust in der Bevölkerung würde zunehmen, da wir mit unseren Batzeli die Fehlleistungen von anderen Nationen mit zu berappen haben. Wehret den Anfängen! Adolf Meier, Wermatswil Beinahe wunschlos glücklich. Der europaweit mit Abstand höchste Lebensstandard, eine der geringsten Pro-Kopf-Staatsverschuldungen weltweit, 4 Prozent Arbeitslose anstatt 18?Prozent wie im EU-Durchschnitt, 7,6?Prozent Mehrwertsteuer anstatt 21?Prozent wie im EU-Durchschnitt, ein für Europa moderates Steuersystem, eine weltweit einmalige Volkssouveränität: schön, dass uns all das gelungen ist, trotz der enormen Nachteile fehlender EU-Mitgliedschaft. Dabei haben wir erst noch sinnlose Milliarden in einen Kohäsionsfonds und Millionenbeträge für ausländische Bahnstrecken an die EU überwiesen. Rund eine halbe Million hier lebender EU-Bürger können sich offenbar mit diesen «Nachteilen» auch abfinden. Hätte ich einen Wunsch frei, so wäre dies nur noch eine Regierung mit mehr Sachkompetenz, Rückgrat und Durchsetzungsvermögen. Marco Bianchi, Uetikon am See Begehrlichkeiten geweckt. Die EU ist und bleibt ein gefrässiges Monster. Es ist nicht einzusehen, wieso die Schweiz schon wieder an den Kohäsionsfonds zahlen sollte. Aber wenn man halt beim ersten Mal nicht Nein sagt, dann kommen Gelüste auf. Es wäre ja interessant, zu wissen, ob das Volk die Vorlage nicht abgelehnt hätte mit dem Wissen, dass dann alle fünf Jahre neue Begehrlichkeiten kommen. Man sollte endlich die indirekten Zahlungen der Schweiz in die Waagschale werfen, zum Beispiel die Alpentransversale, welche primär dem europäischen Transitverkehr dient. Armin Süess, Ballwil Bald der EU beitreten. Ich will eine souveräne, mitgestaltende Schweiz für die Zukunft. Ich will nicht, dass die Türkei, Bulgarien, Rumänien und andere bestimmen, wie sich die Schweiz in Zukunft zu verhalten hat und welche Gesetze hier gelten sollen. Ich will keine fremden Richter, die mir vorschreiben, welche neuen EU-Regelungen die Schweiz automatisch zu übernehmen hat. Ich will, dass die Schweiz ihre Zukunft selber mitgestaltet in einem globalen, gegenseitig abhängigen Umfeld. Ich vertraue auf die vorbildlichen diplomatischen Kräfte in der Schweiz, die sich dafür einsetzen, dass sich die Ziele der EU gut in die Ziele der Schweiz integrieren lassen. Die Schweizer haben eine lange Tradition und wissen, wie sie verhandeln müssen, um ihre Ziele zu erreichen. Das werden sie besonders gut machen, wenn sie direkt mitplanen und mitentscheiden können. Deshalb sollte die Schweiz so rasch wie möglich der EU beitreten, es besteht immer noch eine grosse Chance, dass die irregeleitete EU in die richtige Bahn geleitet werden kann. Abwarten bringt nur fremde Gesetze und unkontrollierte Kosten und ist reine Träumerei. Willi Grab, Orpund «Unsere Demokratie wäre bei einem EU-Beitritt teilweise im Eimer, der Frust in der Bevölkerung würde zunehmen.»

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