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Schreiner hat nicht geschlagen

Gute Nachricht für einen Adliswiler: Das Obergericht hat ihn vom Vorwurf der Köperverletzung freigesprochen.

Von Attila Szenogrady Adliswil – Das Obergericht hat den Schreiner und ehemaligen Abwart freigesprochen, weil es die beiden Belastungszeugen als parteiisch einstufte und die Geschädigte widersprüchliche Aussagen gemacht hatte. Im letzten Juli hatte das Bezirksgericht Zürich den 52-Jährigen zu einer bedingten Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu 20 Franken verurteilt worden. Der eingeklagte Vorfall geht auf den 19. Februar 2010 zurück. Damals arbeitete der Beschuldigte als Abwart auf einem Areal in Leimbach. Als eine Automobilistin mit einem teuren Mercedes vorfuhr und diesen neben Occasionsautos abstellte, wurde er misstrauisch. Er fotografierte das Fahrzeug. Worauf die heute 37-jährige Frau zu ihrem Handy griff und den Angeklagten ablichtete. Kurz darauf kam es zwischen den beiden zu einem heftigen Streit. Was dann passierte, ist unklar: Gemäss Anklage verliess die an Krücken gehende Innerschweizerin ihren Wagen und wollte vom Adliswiler wissen, was los sei. Worauf er ihr mit seiner Faust gegen die Schläfe geschlagen, sie an den Haaren gerissen und ihren kleinen Finger nach hinten gebogen haben soll.Der Abwart beteuerte vor dem Bezirksgericht seine Unschuld. Die Frau sei wie eine Furie auf ihn losgegangen. Und er bezeichnete die Belastungszeugen – zwei Punks – als gekauft. Das Bezirksgericht kam aber zu einem Schuldspruch. Das Obergericht hat diesen Schuldspruch nun aufgehoben. Im Vordergrund stand dabei die Rolle der Belastungszeugen. So hatten die Hausbesetzer den Abwart um die Zeit des Vorfalls herum ebenfalls attackiert und zusammengeschlagen. Die beiden wurden wegen Körperverletzung verurteilt. Die Geschädigte machte widersprüchliche Aussagen. Zuerst hatte sie gesagt, an der Schläfe getroffen worden zu sein. Danach erklärte sie, dass sie einen Schlag gegen den Kiefer erhalten hätte.

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