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Schienen für Zürich Ausbau der Bahnlinie Zürich–Winterthur, Kantonalzürcherische Abstimmung vom 26. 9.

Schienen für Zürich Ausbau der Bahnlinie Zürich–Winterthur, Kantonalzürcherische Abstimmung vom 26. 9. Brüttener Tunnel vom Tisch. Zwischen Winterthur und Zürich gibt es ein schweizweit einzigartiges Nadelöhr: ICE-Züge, S-Bahn und Güterzüge teilen sich auf einer längeren Strecke grade mal zwei Spuren. Der Bundesrat hat diesen Missstand erkannt. Er plant den Ausbau auf vier Spuren aber frühestens ab 2018. Das ist zu spät. Der VCS fordert deshalb mit der Initiative «Schienen für Zürich» die Vorfinanzierung durch den Kanton und den sofortigen Start der Planung und Realisierung. Die Beseitigung dieses Nadelöhrs ist wegen der rasanten räumlichen Entwicklung der ganzen Region, des dafür notwendigen Ausbaus der S-Bahn sowie der ebenso wichtigen Verbesserung der nationalen und internationalen Bahnverbindungen von und nach Zürich absolut dringend. Der Zürcher Regierungsrat will nun lieber auf den Brüttener Tunnel warten. Dieser würde aber etwa 1,3 Milliarden Franken kosten, weshalb er vom Bundesrat aus dem Programm Bahn 2030 gestrichen wurde. Mir ist klar, wer heute für den Brüttener Tunnel und gegen die VCS-Initiative ist, nimmt in Kauf, dass die Bahn zwischen Winterthur und Zürich in den nächsten zwanzig bis dreissig Jahren nicht ausgebaut wird. Markus Zimmermann, Zürich Weitere zwanzig Jahre warten. Die Parteiparolen bürgerlicher Parteien über den Flaschenhals zwischen den beiden grössten Zürcher Städten empfinde ich als Schildbürgerstreich. Da bewilligte der Souverän vor bald zehn Jahren mit einer 82-Prozent-Mehrheit 600 Millionen Franken für die SBB-Durchmesserlinie von Altstetten über den Zürcher Hauptbahnhof nach Oerlikon, sodass ab 2013 acht Bahnspuren (Waidberg-, Wipkinger-, Weinberg- , Zürichbergtunnel) das Limmattal mit dem Glattal verbinden, aber ab Effretikon sollen noch weit über 2030 nur zwei Geleise weiterführen. Wegen dieses Nadelöhrs sollen sich Pendlerinnen und Pendler zwischen den beiden Grossstädten noch weitere zwanzig lange Jahre gegenseitig auf den Füssen stehen? Lieber auf den 1,3 Milliarden teuren Brüttenertunnel warten, als den Ausbau auf vier Spuren im Kemptthal vorfinanzieren? Kann man eine solche Haltung verstehen? Wenn der Uvek-Generalsekretär sagt: «Wir entscheiden uns für die günstigere Lösung, wenn wir die gleiche Verkehrsleistung erhalten», sollte man das im Kanton Zürich zur Kenntnis nehmen. Der Brüttener Tunnel wird erst gebaut, wenn der Bund im Geld schwimmt, also am Nimmerleinstag. Ich sage Ja zur guten, günstigeren Lösung, weil ich nicht auf etwas hoffe, das nie kommen wird. Peter M. Wettler, Dietikon Tramprojekte wären gefährdet. Die Initiative «Schienen für Zürich» ist für den öffentlichen Verkehr im Kanton Zürich kontraproduktiv. Klar, das Problem des Bahn-Nadelöhrs zwischen Effretikon und Winterthur ist gravierend. Doch ZVV, Kanton Zürich und SBB setzen alles daran, damit die S-Bahn-Kapazitäten mit der Eröffnung des Durchgangsbahnhofes massiv erweitert werden. Es sind auch ohne Initiative Investitionen von 520 Millionen Franken geplant, sodass spätestens ab 2018 statt heute 28 neu bis 36 Züge pro Stunde zwischen Winterthur und Effretikon verkehren. Der Bund anerkennt die Bedeutung dieser zentralen Bahnachse und wird die Kapazitäten mit der Bahn 2030 weiter erhöhen und für die Finanzierung geradestehen. Ein Ja zur Initiative bewirkt, dass der Kanton Zürich ohne Not Investitionen übernimmt, die der Bund ohnehin mit hoher Priorität tätigen wird. Naiv, wer glaubt, Zürich erhalte dieses Geld zurück, denn der Bund refinanziert nur Vorinvestitionen für beschlossene Projekte. Sicher ist, dass nach diesem Geschenk an den Bund Mittel für die für Zürich so wichtigen Tramprojekte fehlen werden. Deshalb: ja zu Bahn und Tram, nein zur Initiative. Markus Hegglin, ZürichVorstand IGöV Schweiz «Dies ist der Artikeltext. Er wiederholt sich jetzt mehrfach.»

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