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Revival der Eisdisco in Dübendorf missglückt

«Im Chreis» sollte die Eisdisco wieder die Massen anziehen. Aber sowohl der 80er-Groove als auch die Besucher blieben aus.

Von Alicia Portenier Dübendorf – Bunte Lichter flimmern zu rhythmischer Musik über das Eis. Obwohl die Zahl der Anwesenden klein ist, verspürt man den Drang mitzutanzen – oder besser: mitzufahren. Die aufflammenden Lichter lassen die Eishalle zur Disco werden. Ganz so, wie es in den 80ern in Dübendorf hip war. Die beiden Veranstalter Roger Wildi und Ralph Levin haben diese Anlässe in der Eishalle «Im Chreis» als Kinder miterlebt und als aufregende Abende in Erinnerung behalten. Ein Revival jener Atmosphäre war ihr Ziel. Auch für Kinder Da die Eishalle nur für 24 Stunden zu mieten war, entstand daraus ein Tagesprogramm mit Kinder- und Jugendanimation nachmittags und Konzerten für Erwachsene ab 20 Uhr. Als Vor-Band spielte die Oberländer Gruppe Irrlicht, später liess es die deutsche Band S.I.T.D. (Shadow In The Dark) krachen. So richtig mag die Szenerie auf dem Eisfeld am Samstagabend aber nicht zum 80er-Jahre-Revival passen. Bunt sind nämlich lediglich die Lichter. Schwarz herrscht in der Halle vor. Die Farbe dominiert auch die Kleider der Besucher – ob diese nun lange Mäntel und hohe Stiefel tragen oder mit Jeans und T-Shirt alltäglicher gekleidet sind. Grund dafür sind die Veranstalter. Sie stehen der sogenannten «schwarzen Szene», der Gothic-Szene, nahe. Damit sei kein spezielles Gedankengut verbunden; es gehe vor allem um die Musik, betont Wildi. Der Anlass sei bewusst nicht für Gothic-Fans veranstaltet worden. Roger Wildi: «Wir wussten, dass wir so keine Halle füllen.» Die Organisatoren hofften, mit dem 80er-Groove ein breiteres Publikum anzusprechen. Ein Verlustgeschäft Das gelang ihnen nicht: Von den erwarteten 500 bis 700 Besuchern kamen lediglich zirka 150. Das Geld, das um zwei Uhr morgens in den Kassen lag, sei nicht ausreichend, um die Kosten zu decken, wird Wildi später sagen. Wenigstens habe man positive Feedbacks erhalten – vor allem der Kindernachmittag sei gut angekommen. Ob sie im nächsten Jahr nochmals einen Anlauf nehmen, lassen die Veranstalter offen.

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