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Reiter zahlen für Pferdeäpfel

Einen Verein, der sich um die Reinigung der Flurwege kümmern soll, hält die Gemeindepräsidentin von Grüningen für unnötig.

Von Martina Gradmann Grüningen – Der Verband «Das Grüne Pferd vom Zürcher Oberland» wird beerdigt, bevor er entstand. Egon Züllig, Ehrenpräsident des Reit-Clubs Grüningen, wollte damit durch einen jährlichen Beitrag pro Reiter von 100 Franken die Flurwege reinigen lassen. Das Grüninger Problem mit dem Littering der Flurwege durch die Reiter hat eine Flut an Reaktionen ausgelöst. Gemeindepräsidentin Susanna Jenny (parteilos) war an der kürzlich in Grüningen abgehaltenen Informationsveranstaltung des Reit-Clubs Grüningen anwesend, um sich zu informieren und nach Lösungen zu suchen. Sie erachtet es als unnötig, einen weiteren Verein für ein solch «nichtiges» Problem zu gründen. Somit wird es keinen Verband «Das Grüne Pferd vom Zürcher Oberland» geben. Züllig war Initiant der Informationsveranstaltung. Der Verband hätte die Probleme um die Pferdeäpfel mit Pferdebesitzern, Stallbesitzern und Landwirten als Mitgliedern auf eine breitere Basis stellen sollen. Der Unterhalt und die Reinigung der Strassen und Flurwege bleiben damit weiterhin in der Verantwortung der Gemeinde. Die Gemeinde habe die besseren Netzwerke, um Reiter, die nicht in einem Reitclub seien, zu erreichen, argumentiert Jenny. Nur Grüninger zahlen Neu bezahlt aber jeder Pferdebesitzer in Grüningen 100 Franken statt wie bis anhin 70 Franken an die Gemeinde. Nach der im Herbst geplanten Gründung der Flurgenossenschaft Grüningen/Bubikon/Hombrechtikon wird dieser zusätzliche Beitrag der Genossenschaft zufliessen. Egon Züllig, der einst den Grüninger Reit-Club präsidierte, ist glücklich, dass eine einvernehmliche Lösung zwischen den Spaziergängern und den Reitern gefunden wurde. Er sei eigentlich ganz froh, dass er nicht nochmals einen Verband gründen müsse. Nicht gut sei aber, dass jetzt nur die Grüninger Reiter die Reinigung und den Unterhalt berappen würden.

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