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Reiche Zürcher drängen in die SVP

Zwei äusserst potente Wirtschaftsvertreter haben sich zur Verfügung gestellt, um auf der Liste der Zürcher SVP zu den Nationalratswahlen anzutreten: Der ehemalige Swissfirst-Banker Thomas Matter sowie der «Handy-König» und Mobilezone-Gründer Hans-Ulrich Lehmann. Beiden ist gemeinsam, dass sie bestens vernetzt sind, stramm auf SVP-Linie ticken und – vor allem – dass sie beliebig Geld haben für einen intensiven Wahlkampf. Weil Christoph Blocher – neben dem Ständerat – ebenfalls für den Nationalrat antritt, hat die SVP in ihrem Kandidatenfeld eine finanzielle und beziehungsmässige Potenz, die alle anderen Parteien in den Schatten stellt. Die beiden Neuen und Blocher selbst setzen nicht nur die anderen Parteien unter Druck – auch die parteiintern als «Sesselkleber» kritisierten Nationalräte um Max Binder, Toni Bortoluzzi und Ulrich Schlüer müssen um ihre guten Listenplätze fürchten. Von den bisherigen zwölf SVP-Nationalräten tritt bloss Hans Rutschmann zurück. Die SVP ist bekannt dafür, dass sie ihre Liste ohne Rücksicht auf Verdienste der Bisherigen rein aufgrund der Wahlchancen zusammenstellt. «Unser Ziel sind möglichst viele Nationalratssitze», sagt SVP-Präsident Alfred Heer.Thomas Matter (45) ist bereits SVP-Mitglied und hat sich politisch vor allem bei Volksinitiativen engagiert, zum letzten Mal erfolgreich gegen die SP-Steuerinitiative. Bauernsohn Hans-Ulrich Lehmann (52) ist weniger bekannt, aber als Mobilfunk-Unternehmer wirtschaftlich äusserst erfolgreich. Er hat eben erst 80 Millionen Franken in die Sanierung der alten Spinnerei in Glattfelden investiert. (rba) – Seite 15

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