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Regensdorf führt Schlafverbot für Chauffeure ein

Camionneure dürfen nicht mehr auf öffentlichem Grund in ihren Fahrzeugen übernachten.

Von Caroline Bossert Regensdorf – Deutlich, mit 2618 Ja gegen 552 Nein, haben die Regensdorfer Stimmberechtigten am Wochenende die total revidierte Polizeiverordnung gutgeheissen. Eine Bestimmung sorgte im Vorfeld der Abstimmung für etwas Wirbel: Sie untersagt das «Übernachten in Fahrzeugen auf öffentlichem Grund». Mit diesem Verbot zielt die Gemeinde hauptsächlich auf Lastwagenfahrer, die während der Wochenenden im Industriegebiet nächtigen und die Strassen mit Abfall und Fäkalien verunreinigen. Verband äusserte sich kritisch Das Verbot sei sinnlos und gefährlich, sagten einzelne Stimmen aus der Bevölkerung. Wenn jemand schläfrig werde, solle er weg von der Strasse und auf einem öffentlichen Parkplatz schlafen können. Auch der Schweizer Nutzfahrzeugverband (Astag) stand dem Verbot kritisch gegenüber. Schliesslich müssten Lastwagenfahrer das Nachtfahrverbot und die Ruhezeiten einhalten. Wenn eine Gemeinde das Übernachten untersage, schiebe sie das Problem nur auf die nächste Gemeinde ab. Dass die Polizeiverordnung dennoch so deutlich angenommen wurde, darüber zeigt sich Regensdorfs Gemeindepräsident Max Walter (SVP) wenig überrascht. Das klare Ja gelte der gesamten Polizeiverordnung, die in der Gemeinde nicht gross umstritten war. Hinzu komme, dass sich ein Teil der Bevölkerung tatsächlich über die Unordnung auf besagten Plätzen geärgert habe. «Das Verbot bestand auch schon längere Zeit. Wir haben es lediglich umformuliert, um eine bessere Handhabe bei der Umsetzung zu haben», erklärt Walter. Die Regel wurde von «Fahrzeugkabinen» auf «Fahrzeuge» ausgeweitet.

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