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Punk und Rock am Männedörfler Waldrand

Synthesis aus Männedorf eröffnete am Freitag das 2-tägige Festival «Rock the forest». Punk- und Rockfans trafen sich beim Widenbad zu harten, aber auch melancholischen Tönen.

Männedorf. - «Rock the forest!» hallte es vergangenen Freitag am friedlichen Waldrand beim Widenbad in Männedorf wider. Der Parkplatz neben dem Fussballfeld verwandelte sich letztes Wochenende in einen Pilgerort für Punk- und Rockanhänger der Region. Zum ersten Mal fand die Konzertreihe «Rock the forest» als 2-tägiges Festival statt. «Neu dieses Jahr ist auch, dass nicht nur regionale Bands auftreten, sondern Musiker aus der ganzen Schweiz», sagt einer der Hauptorganisatoren, Michael Gutzwiller. Auf die Idee, ein solches Festival zu organisieren, seien er und Christoph Pfister aufgrund ihres eigenen Musikgeschmacks gekommen. Ausserdem gebe es in der Umgebung zu wenig Unterhaltung. «Wir wollten der Bevölkerung etwas Aussergewöhnliches bieten und eine Lücke schliessen. Daneben ist es uns wichtig, regionalen wie nationalen Bands eine Plattform zu bieten», sagen die jugendlichen Organisatoren. Ein Gemisch aus verschiedenen Stilen Am früheren Abend öffneten die Veranstalter die Tore zum «wohl kleinsten Festival der Schweiz». Abgesehen von vereinzelten Zuschauern herrschte gähnende Leere zwischen den aufgestellten Festzelten, der Bar und der überdachten Bühne. Rockmusik in angenehmer Lautstärke bildete den Hintergrund der Kulisse im Widenbad. Allmählich trafen ein paar Zuschauer mehr ein. Michael Gutzwiller forderte sie auf, zur Bühne zu treten und die erste Band mit Applaus zu begrüssen. Die Männedörfler Band Synthesis eröffnete das «Rock the forest Festival» mit rockigen Gitarrentönen und einem unverkennbaren Beat. Sie trägt ihren Namen der vielen unterschiedlichen Musikrichtungen wegen, die sie spielt. «Unsere Musik ist gewissermassen die Synthese aus den Ideen, Geschmäckern und Richtungen von uns vier Bandmitgliedern», erklärt Frontsänger Jan Fiechter ihre Namensgebung. Die 19- bis 22-jährigen Männedörfler spielen in der jetzigen Formation bereits seit dreieinhalb Jahren zusammen und sind schon oft an lokalen Veranstaltungen in Männedorf und in der Region aufgetreten. Seit ihren Anfängen bis jetzt hat sich Synthesis musikalisch immer wieder verändert und neu erfunden. «Zu Beginn spielten wir fast ausschliesslich alternative Musik und Metal, später mehr Punk, und mittlerweilen ist es ein Zusammenspiel aus diversen Musikrichtungen geworden.» Es sei schwierig, ihrer Musik eine Stilrichtung aufzudrücken. Am ehesten treffe aber die Bezeichnung Alternative Punk zu, sind sich die Bandmitglieder einig. Das Stilgemisch nahm sofort wahr, wer einigen der selbst komponierten Lieder der Band lauschte. Das spärliche, aber umso begeistertere Publikum drängte sich an die Absperrung vor der Bühne, als der Frontsänger vorne am Rand derselben sass und mit seiner Gitarre das Solointro für ein eher melancholisches Lied spielte. Weiter ging es mit einem härteren und rockigeren Lied, bei dem die Stimme des talentierten Sängers Jan Fiechter zur Geltung kam. Das Konzert war ein Wechselspiel zwischen gefühlvollen Liedern und hart angeschlagenen Gitarrenklängen. Das Festival wird weitergeführt Die Bandmitglieder haben das Zeug zu Rockstars: schwarze, asymmetrisch geschnittene Haare, dunkel umrahmte Augen und eine leidenschaftliche Performance. Zwischen den Liedern witzelten die Bandmitglieder mit dem Publikum, als hätten sie nie etwas anderes getan. «Es war uns eine Ehre, das «Rock the forest» zu eröffnen», beteuerte Synthesis. «Es ist ein tolles Festival, und wir freuen uns auf die anderen Bands.» Auch das Publikum war begeistert. «Das Festival ist sehr professionell aufgezogen, die Bands treffen genau meinen Musikgeschmack», sagte die 16-jährige Nathalie Fischer. Das Festival ging weiter mit Musikgrössen wie Swallow aus Murten oder Death by Chocolate aus Bern. Bei allen Bands konnte man die Leidenschaft zur Musik spüren, sie rissen das Publikum mit ihren rockigen Tönen mit und liessen sich gerne zu einer Zugabe überreden. «Wir werden das «Rock the forest Festival» auf jeden Fall weiterführen», sagt Michael Gutzwiller überzeugt. Rechtsextreme im Forsthaus, Seite 37

Sänger Jan Fiechter von der Männedörfler Band «Synthesis» im Element.

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