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Polizei weist Vorwürfe zurück

Exit kritisiert den Einsatz der Kantonspolizei nach einer Selbsttötung. Der Einsatz sei korrekt gewesen, wehrt sich die Polizei.

Nach dem Tod seiner Frau und mit der Aussicht auf eine Zukunft im Pflegeheim beschloss ein 89-jähriger Berner Unternehmer, seinem Leben ein Ende zu setzen. Dies tat er mit Hilfe der Sterbehilfeorganisation Exit im Beisein seines Sohnes. Gründliche Untersuchung Wie die «SonntagsZeitung» berichtete, habe man kurz nach dem Freitod vorschriftsgemäss die Polizei informiert. Die zwölf uniformierten Beamten seien mit Streifenwagen vorgefahren und hätten sich in Haus und Garten verteilt. Nicht nur der Leichnam, sondern auch der Raum sei gründlich untersucht worden. Aus Versehen sei sogar die Sondertruppe Enzian angerückt, schwer bewaffnet. Die Hinterbliebenen und Exit erheben nun schwere Vorwürfe gegen die Berner Behörden. «Nicht korrekt» Die geschilderte Situation werde in wichtigen Teilen nicht korrekt wiedergegeben, wehrt sich die Polizei. Bei Exit-Todesfällen gelte das Hauptaugenmerk der Frage, wie der Sterbewunsch bei der verstorbenen Person zu Stande gekommen sei. Auch der Ablauf werde untersucht. «Beides ist für die Abgrenzung zwischen strafloser Selbst- und strafbarer Fremdtötung entscheidend», so die Polizei. Insgesamt seien nicht mehr als sieben Polizisten im Einsatz gestanden. Den fälschlicherweise ausgelösten Alarm habe man rechtzeitig zurückstellen können. Es sei nie eine schwer bewaffnete Einheit vor dem Haus gestanden. Die Polizei bedauert, dass Exit den Todesfall dazu benutze, Druck auf die Behörden zu machen. Die Organisation bezwecke ein Abkommen über das Vorgehen bei Selbsttötungen nach ihren Vorstellungen. pd/lfc >

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