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Platz fürs Wasser – und für Idyllen

Der Lombach ist unberechenbar und sorgte immer wieder für Angst und grosse Schäden. Nun wurden Dämme aufgeschüttet, Mauern gebaut und Überflutungsräume geschaffen, um dem Hochwasser die Spitzen zu brechen.

Obwohl am Lombach in den vergangenen über 100 Jahren fast 30 Verbauungen erstellt wurden, haben Modellversuche der ETH Zürich von 1996 gezeigt, dass – besonders im untersten Teil dieses Gewässers – weiterhin Hochwassergefahr droht für das Städtchen und die Campingplätze. Und tatsächlich: Im August 1997 und Juli 2000 musste der Campingplatz Manorfarm notfallmässig evakuiert werden. Doch jetzt hat die Schwellenkorporation Unterseen ein Verbauungsprojekt der Unterseener Ingenieure Bettschen+Blumer verwirklicht, das in vier Etappen seit 2003 nebst den genannten Orten auch die rechtsufrige Thunerseestrasse vor Hochwasser schützen soll. Genug Platz fürs Wasser Das nun fertiggestellte Projekt XXIX besteht im Wesentlichen aus neuen Schutzmauern, zusätzlich aufgeschütteten Dämmen und Bachverbreiterungen, welche die gezielte, unschädliche Überflutung erlauben, das Wasser zurückhalten und versickern lassen. Neben diesen Herzstücken wurde auch viel Kleinarbeit geleistet mit Nischen für Kleintiere und standortgerechte einheimische Pflanzen. »Defekte Schwellen wurden durch sogenannte aufgelöste Sohlrampen ersetzt, eine neuere Technik mit labyrinthartig und jeglichen Beton verlegten Steinblöcken, die auch bei Niedrigwasser freien Fischgang ermöglichen – ein Verfahren, das sich bereits bei der Birmse bewährt hat», erklärt der verantwortliche Projektingenieur Paul Blumer. Ein Eindruck von Sicherheit Mit einer Führung vermittelte Paul Blumer auf Einladung des Uferschutzverbandes Thuner- und Brienzersee am Samstag einen Überblick über die geleisteten Arbeiten und die wesentlichen neuen Sicherheitsmassnahmen. Daneben sind mehrere neue Feuchtbiotope und attraktive Freizeiträume entstanden, besonders die zwei Bachausweitungen, die nicht nur dem Hochwasser Raum, sondern auch den Kindern herrliche Spielplätze bieten. Die ganzen Arbeiten machen einen Eindruck von Grosszügigkeit und Sicherheit und können von Interessierten ausgehend von der Beatenbergbrücke eingehend besichtigt werden. Für die Projektkosten von 5,2 Millionen Franken kommen der Bund mit 37 und der Kanton mit 37,75 Prozent auf, für den Rest die Schwellenkorporation. Ulrich Krummenacher>

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