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Pfannenstiel wurde Uster nicht gefährlich

Im Cupspiel und Lokalderby zwischen dem UHC Pfannenstiel und Uster haben beide Teams eine neue Erfahrung gemacht: Wie es ist, nicht immer zu verlieren respektive zu gewinnen.

Unihockey. - Wem die Street Parade zu nass war und wer sich mit dem Oberländer Unihockey verbunden fühlt, liess sich das Duell zwischen Pfannenstiel und Uster im Cup nicht entgehen. Vor rund 150 Fans erfüllte Uster seine Pflicht und trat nach dem ersten Ernstkampf mit dem schwedischen Coach Tomas Eriksson die kurze Heimreise von der Turnhalle Kirchwies in Egg mit einem 9:3-Sieg an. Es trafen auf dem Grossfeld die erfolgsverwöhnten Aufsteiger, die innert zwei Jahren den unglaublichen Aufstieg von der 3. in die 1. Liga schafften, auf die gedämpften Absteiger aus der obersten Spielklasse. Der Ustermer Captain Christoph Widler betont, dass sein Team unbeschwert an die Partie heranging. Es herrscht wieder Aufbruchstimmung bei Uster. «Dank dem neuen Coach weht ein komplett neuer Wind, niemand ist vorbelastet», so Widler. Im Trainingscamp von letzter Woche lernte Eriksson seine Schützlinge kennen. Er zeigt sich beeindruckt von den spielerischen Fähigkeiten, stellt aber fest: «Die Spieler brauchen mehr Selbstvertrauen und müssen lernen, wieder zu siegen.» Eriksson weiss, wie man gewinnt. Zuvor war er als Assistenztrainer beim schwedischen Spitzenverein AIK Stockholm engagiert und gewann den Europacup und die Landesmeisterschaft. Früh den Faden verloren Zu Beginn schien der Favorit etwas verkrampft. Pfannenstiel stellte sich gut auf und vermochte die Gäste vom eigenen Torraum fernzuhalten. Nach einer Unachtsamkeit in der sechsten Minute musste «Pfanni» dennoch sein erstes Gegentor hinnehmen. Offenbar überrumpelt vom plötzlichen Rückstand, wurden die Gastgeber fahrig, und so zappelten in der nächsten Minute gleich nochmals zwei Bälle im eigenen Netz. «Wenn man einmal einknickt, ist es schwierig, gegen eine solche Mannschaft wieder hochzukommen», kommentiert Christof Maurer, Captain, Spielertrainer und Goalie in einem. Dennoch fand Pfannenstiel nach einem Timeout nochmals zurück ins Spiel und konnte in der 15. Minute auf 1:3 verkürzen. Uster liess sich nicht beirren und zeigte schöne Spielzüge, war aber inkonsequent im Abschluss. Nicht so Pfannenstiel: Das Heimteam suchte das Glück im schnellen Konterspiel. So blieb das Tempo im ganzen Spiel hoch. Zu Beginn des Mitteldrittels erzielte Claudio Giger nach bilderbuchreifem Konter den Anschlusstreffer. Pfannenstiel wurde mutiger, agierte offensiver. Die Ustermer bewiesen in der Folge, dass sie zu abgebrüht sind, um sich überrennen zu lassen: Die Rot-Weissen fanden die Lücken und zogen auf 7:2 davon. Pfannenstiel konnte zwar noch auf 3:7 verkürzen, doch Uster liess sich nicht mehr bremsen und gewann klar mit 9:3. Während anfangs die Routiniers für den Erfolg sorgten, überzeugten im Schlussdrittel die Neuzugänge aus der eigenen Juniorenabteilung mit viel Spielwitz. Christof Maurer ist nicht verwundert über die Niederlage: «Mit so vielen Eigenfehlern kann man nicht gewinnen. Wir waren vielleicht etwas übermotiviert.» Er hofft, dass der gute Teamspirit bei Pfannenstiel auch bestehen bleibt, wenn sein Team nach der Erfolgswelle von letzter Saison nun in der 1. Liga wieder zurückbuchstabieren muss. Tomas Eriksson zeigt sich zufrieden mit dem Resultat, wenn auch die Leistung im Trainingsspiel gegen Chur von letzter Woche besser gewesen sei. Mit 3:4 endete das Spiel damals nur knapp zu Ungunsten der Ustermer. Eriksson weiss bereits, dass er in den eineinhalb Monaten bis zum Meisterschaftsstart das Defensivspiel verbessern muss. Und im Cup wartet als nächster Gegner Erstligist StaWi Olten, der Thun (NLB) eliminiert hat.

René Schwarz (weiss-schwarzes Tenü) lanciert gegen Uster einen der seltenen Pfannenstiel-Angriffe.

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